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Grubenunglück in China Kein Happy End - 31 Tote nach Explosion

19.10.2010 ·  Nach der spektakulären Rettung von 33 Minenarbeitern in Chile sind bei der Explosion in einem Kohlebergwerk in der chinesischen Provinz Henan 37 Bergleute ums Leben gekommen. Auch die letzten sechs vermissten Bergleute wurden tot geborgen.

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Kein Happy End: In der Unglücksmine in China sind 37 Männer nach einem Gasunfall gestorben. Anfangs war nur die Rede von 21 Toten. In dem Bergwerk hatte es schon einmal einen tödlichen Unfall gegeben, es wurde jedoch nicht geschlossen. Das Unglück weckt die noch frische Erinnerung an die Rettung von 33 Minenarbeitern in Chile, die am Donnerstag jedoch erfolgreich abgeschlossen wurde.

Drei Tage nach dem Unglück haben die Rettungskräfte auch die letzten sechs vermissten Bergleute tot geborgen. Ursache des Unglücks in Yuzhou in der zentralchinesischen Provinz Henan war ein gewaltiger Gasausbruch am Samstagmorgen. Daraufhin hätten sich 2500 Tonnen Kohlestaub in der Zeche ausgebreitet. 239 Bergarbeiter hatten sich sofort nach dem Unglück in Sicherheit bringen können. Bereits vor zwei Jahren hatte es einen Unfall mit 23 Toten in dem selben Bergwerk gegeben. Auch damals wurde das Unglück durch ein Gasleck verursacht.

Chinas Bergbauindustrie ist die tödlichste der Welt

Der Unfall weist auf die traurige Bilanz der chinesischen Bergbauindustrie hin: Nirgendwo in der Welt leben Bergleute so gefährlich wie in China. Jedes Jahr sterben einige tausend Kumpel. Im vergangenen Jahr sollen mehr als 2600 Bergleute bei Grubenunglücken ums Leben gekommen sein. Ursache für die Unglücke sind häufig schlechte Ausrüstung, mangelnde Sicherheitsvorkehrungen und Vetternwirtschaft zwischen Bergwerksbetreibern und lokalen Funktionären.

Die Regierung in Peking hat die Sicherheitsvorschriften in den vergangenen Jahren zwar verschärft die, doch werden die Regeln häufig missachtet. Nach Angaben der Zeitung „Chila Daily“ haben die Behörden bis Ende September bereits mehr als 1300 „kleine und gefährliche“ Kohlenbergwerke geschlossen, weitere 200 sollen bis Ende des Jahres gesperrt werden.

Strafen drohen

Dennoch stieg die Zahl der Opfer in der ersten Hälfte dieses Jahres wieder an, nachdem sie mehrere Jahre in Folge zurückgegangen war. Die Regierung hat im Oktober angekündigt, dass Besitzer von Minen die Arbeiter unter Tage begleiten müssen - andernfalls drohen den Managern empfindliche Strafen.

In China hatte es dieses Jahr eine Aufsehen erregende Rettungsaktion unter Tage gegeben: 115 Arbeiter überlebten über eine Woche eingeschlossen in einer überfluteten Mine in der Provinz Shanxi. Die Bergleute aßen Sägespäne, Baumrinde und sogar Kohle. Manche banden sich selbst mit ihren Gürteln an der Wand fest, um während des Schlafs nicht zu ertrinken.

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