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Große Feier am Brandenburger Tor Die Welt begrüßt das neue Jahr

Am Brandenburger Tor in Berlin tanzen eine Million Menschen friedlich ins Jahr 2013. Auch in anderen Teilen der Welt wird das neue Jahr mit großem Feuerwerk gefeiert.

© ZB So feiert die Welt in das neue Jahr

Ein rauschender Start ins neue Jahr: Auf Deutschlands größter Silvesterparty in Berlin feierten nach Veranstalterangaben mehr als eine Million Menschen zum farbenfrohen Feuerwerk. Zu den Klängen von „Go West“ der Pet Shop Boys gab es Mitternachts-Küsse, Anstoßen und Umarmungen. Den Countdown gab es quasi im „Gangnam-Style“ – die Feierwütigen hüpften vor historischer Kulisse den Kulttanz des zu Ende gehenden Jahres.

Schon Stunden zuvor hatten Besucher aus aller Welt die Straße zwischen Brandenburger Tor und Siegessäule in eine riesige Disco verwandelt. Ausgelassen tanzten und sangen sie zu den Songs von Eurovision-Songcontest-Gewinnerin Loreen, Partykönig Jürgen Drews oder Soul- und Popsängerin Oceana. Sieben Großleinwände auf der Partymeile zeigten das Konzert vor dem Brandenburger Tor.

Die Veranstalter hatten für die berühmteste Silvesterfeier Deutschlands eine eindrucksvolle Kulisse geschaffen: Gewaltige Lichtkegel strahlten in den Himmel über der Hauptstadt, Scheinwerfer wippten im Takt der Musik. Zehn Minuten leuchtete und knallte das Feuerwerk. Die Berliner Riesenfeier zum Jahreswechsel hat Tradition. Silvester 1989 fielen sich Menschen aus Ost und West am geöffneten Brandenburger Tor in die Arme und feierten die Wende.

Mehr als eine Stunde vor Mitternacht hatte die etwa zwei Kilometer lange Festmeile wegen des großen Andrangs ihr Limit erreicht. Vor der Hauptbühne gab es so gut wie kein Durchkommen mehr. „Ihr müsst die Leute hier rausholen“, rief eine Frau dem Sicherheitspersonal zu. Die Eingänge wurden geschlossen. Erwartet wurden an den zwei Festtagen rund eine Million Menschen.

Viele Partygäste, die trotz der milden Temperaturen oft mit bunten Hüten und Tiermützen gekommen waren, hatten sich kurz vor Mitternacht an einem inoffiziellen Weltrekord versucht. In einem „Dancemob“ tanzten sie im „Gangnam-Style“ des südkoreanischen Rappers Psy, den schon Heidi Klum, Ai Weiwei und UN-Generalsekretär Ban Ki Moon nachahmten. Bei den Menschenmassen vor der Bühne allerdings wurden Tanzschritte schwierig.

Polizei und Rettungskräfte hatten sich auf eine lange Nacht eingestellt, viele hundert Einsatzkräfte standen bereit. Auf der Silvestermeile blieben größere Zwischenfälle zunächst aus. Die Feuerwehr musste nach Mitternacht allerdings zu mindestens einem Wohnungsbrand ausrücken, der möglicherweise durch Silvesterknaller verursacht wurde. Um die viele Tonnen Müll, den die Neujahrsfete traditionell in den Straßen der Hauptstadt hinterlässt, wollte sich die Berliner Stadtreinigung am Morgen kümmern.

Silvesterfeiern in Indien abgesagt

Mit spektakulären Feuerwerken feierten schon Stunden zuvor die Neuseeländer und Australier das Jahr 2013. Popstar Kylie Minogue trat in Sydney auf und mehr als sieben Tonnen Feuerwerk explodierten über dem Hafen. Der Himmel über dem Sky Tower im neuseeländischen Auckland und dem Opernhaus in Sydney leuchtete um Mitternacht (12.00 und 14.00 Uhr MEZ), mehr als eine Million Besucher waren dabei. In Japan und China ging es in der Neujahrsnacht etwas ruhiger zu. Der Jahreswechsel wird in China traditionell erst während des Frühlingsfestes gefeiert. In Tokio und anderen Städten hielten Geistliche Rituale in Schreinen und Tempeln ab – rund 100 Millionen Menschen werden dort in den kommenden drei Neujahrstagen um Gesundheit und Erfolg bitten.

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