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Großbritannien Geschlecht des Kindes nicht wählbar

 ·  Die überwiegende Mehrheit der Briten ist gegen die Auswahl des Geschlechts eines Kindes bei künstlicher Befruchtung und es bleibt ihnen außer unter strikten medizinischen Notwendigkeiten auch untersagt.

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In Großbritannien bleibt es Eltern weiterhin nur in Ausnahmefällen erlaubt, bei einer künstlichen Befruchtung das Geschlecht ihres Kindes auszuwählen. Die zuständige Aufsichtsbehörde HFEA teilte am Mittwoch mit, daß ethische Bedenken gegen eine Geschlechtsauswahl sprächen.

Gesundheitsminister John Reid unterstützte die Entscheidung: „Solange ich Gesundheitsminister bin, wird eine Geschlechtsauswahl nur aus zwingenden medizinischen Gründen erlaubt sein.“ Solche Gründe könnten bei Verdacht auf bestimmte Erbkrankheiten gegeben sein. Hämophilie beispielsweise, auch Bluterkrankheit genannt, betrifft nur Jungen.

Verbot in Deutschland

In Deutschland ist die Geschlechtsauswahl vor der Einpflanzung eines Embryos in die Gebärmutter komplett verboten. Die HFEA-Chefin Suzi Leather sagte, 80 Prozent der Briten seien gegen die Möglichkeit, sich vorab für ein Mädchen oder einen Jungen zu entscheiden. Die Erhebung ergab nach HFEA- Angaben außerdem, daß „großer Wert auf die bediengngslose Liebe der Eltern“ gelegt werden müsse. Daher könne es einem Paar nicht gestattet werden, das Geschlecht im Voraus zu bestimmen. Allerdings könnten britische Paare nicht daran gehindert werden, das Geschlecht ihrer Kinder etwa in den Vereinigten Staaten auswählen zu lassen, wo dies völlig legal sei.

Der britische Ärzteverband hieß die Entscheidung der Behörde gut: „Eine Geschlechtsauswahl aus rein sozialen Gründen ist inakzeptabel“, sagte der Vorsitzende des Ethikrates, Michael Wilks. Dagegen sagte Simon Fishel, Direktor einer privaten Fruchtbarkeitsklinik in Nottingham: „Familien, die die Möglichkeit zur Vorauswahl des Geschlechts nutzen wollen, werden enttäuscht sein und sich jetzt dazu gezwungen sehen, sich im Ausland behandeln zu lassen.“

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