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Zeitumstellung am Sonntag : EU prüft Forderungen nach Abschaffung der Sommerzeit

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Uhren auf dem Zeitfeld in Düsseldorf – in der Nacht von Samstag auf Sonntag werden die Uhren um eine Stunde zurückgestellt. Bild: dpa

Von Sonntag an gilt in Deutschland die Winterzeit. Uhren werden um drei Uhr um eine Stunde zurückgestellt. Seit Jahren ist die Zeitumstellung für viele ein Reizthema. Der Streit beschäftigt auch die EU.

          Wer am Sonntag wichtige Termine hat, sollte auf keinen Fall vergessen, in der Nacht die Uhr umzustellen. Denn von Sonntagfrüh an gilt in Deutschland die sogenannte normale Mitteleuropäische Zeit (MEZ), die im Volksmund einfach Winterzeit heißt. Die Uhren werden um drei Uhr um eine Stunde auf zwei Uhr zurückgestellt. Für viele Menschen bedeutet das einfach, eine Stunde länger zu schlafen.

          Für die Zeitumstellung verantwortlich ist die Physikalisch-Technische Bundesanstalt (PTB) in Braunschweig. Mitarbeiter programmieren einen Zeitsender im hessischen Mainflingen, der das Signal zur Umstellung aussendet. „Unsere Experten waren Anfang der Woche vor Ort und haben sichergestellt, dass die Programmierung stimmt und die Stromversorgung läuft“, sagte PTB-Sprecher Jens Simon der Deutschen Presse-Agentur. Bislang sei dabei noch nie etwas schiefgegangen.

          Die Sonne geht von Sonntag an morgens eine Stunde früher auf und abends eine Stunde früher unter. Eingeführt wurde die Zeitumstellung in Deutschland 1980, um Energie zu sparen. Kritiker verweisen immer wieder darauf, dass es keine Stromersparnis gebe, sondern gesundheitliche Probleme und geringe Akzeptanz in der Bevölkerung.

          Die FDP will in den Sondierungen zur Jamaika-Koalition für eine Abschaffung der Sommerzeit werben. „Zwar macht die Abschaffung nur dann Sinn, wenn andere Länder der EU auch mitmachen“, sagte Michael Theurer aus dem FDP-Präsidium der „Rhein-Neckar-Zeitung“ (Samstag). Aber „eine deutsche Regierung, die das Vorhaben entschlossen vorantreibt, kann dann auch auf europäischer Ebene überzeugen“, sagte er. Sowohl für Privatleute als auch für Unternehmen bedeute es unnötigen Aufwand, wenn an der Uhr gedreht werde. Die FDP fordert bereits seit Jahren ein Ende der Sommerzeit.

          Unter der Woche hatte auch der nordrhein-westfälische Innenminister Herbert Reul (CDU) angekündigt, seinen Kampf gegen die Zeitumstellung fortzuführen.

          Die EU-Kommission prüft auch schon Forderungen nach einer Abschaffung der Sommerzeit. Die Frage werde derzeit unter Berücksichtigung aller verfügbaren Informationen untersucht, bestätigte ein Sprecherin am Freitag. Sobald es ein Ergebnis gebe, werde man die Öffentlichkeit darüber informieren.

          Die Sommerzeit ist seit ihrer Einführung umstritten. Viele Menschen klagen darüber, dass ihnen nach der Umstellung auf die Sommerzeit eine Stunde Schlaf fehlt.

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