http://www.faz.net/-gum-8cd00

Aufruf zur Wachsamkeit : Weltgesundheitsorganisation erklärt Westafrika für ebolafrei

  • Aktualisiert am

Ärzte und Krankenschwestern feiern im Mai 2015, dass Liberia ebolafrei ist. Danach gab es Rückschläge. Am Donnerstag aber hat die Weltgesundheitsorganisation ganz Westafrika für von der Krankheit befreit erklärt. Bild: dpa

Mehr als 11.300 Menschen sind an der Epidemie gestorben. Jetzt hat die Weltgesundheitsorganisation Westafrika für ebolafrei erklärt. Zugleich mahnte sie zur Vorsicht, um neue Ausbrüche zu verhindern.

          Zwei Jahre nach dem Ausbruch der bislang schlimmsten Ebola-Epidemie hat die Weltgesundheitsorganisation (WHO) Westafrika für ebolafrei erklärt. „Wir erklären heute das Ende des Ebola-Ausbruchs in Liberia und zugleich, dass damit alle bekannten Infektionsstränge in Westafrika gestoppt wurden“, sagte der WHO-Abteilungsleiter für Risikomanagement, Rick Brennan, am Donnerstag in Genf.

          Damit gilt die Epidemie, an der mehr als 11.300 Menschen starben, als überwunden. Vor Liberia hatte die WHO bereits für Sierra Leone und Guinea das Ende der tödlichen Virusseuche festgestellt. Ein betroffenes Land wird für ebolafrei erklärt, wenn es 42 Tage - die doppelte Zeitspanne des maximalen Inkubationszeitraums - keine neuen Fälle gegeben hat.

          Ban Ki Moon rechnet mit neuen Fällen

          „Die Entdeckung und Unterbrechung jedes einzelnen Infektionsstrangs ist eine monumentale Errungenschaft“, sagte die WHO-Generaldirektorin Margaret Chan laut einer Mitteilung der Organisation. Sie dankte den unzähligen Helfern sowie örtlichen Behörden und internationalen Organisationen für deren Einsatz im Kampf gegen die Seuche.

          Zugleich warnte die WHO-Generaldirektorin: „Unsere Arbeit ist nicht beendet, Wachsamkeit ist nötig, um neue Ausbrüche zu verhindern.“ UN-Generalsekretär Ban Ki Moon appellierte entsprechend: „Wir müssen mit einem erneuten Aufbäumen von Ebola in den kommenden Jahren rechnen“, sagte er in New York. Die Welt müsse sich dafür besser wappnen.

          Nach Angaben von WHO-Experten könnten infizierte Überlebende das Virus noch im Körper haben und über Samenflüssigkeit auf andere übertragen, warnten Experten. Dies sei bis zu sechs Monate nach einer Ansteckung möglich. Zudem seien erneute Übertragungen des Ebola-Virus aus der Tierwelt auf Menschen möglich.

          Quelle: epd

          Weitere Themen

          Politik für die Elite

          Hollande-Kritik an Macron : Politik für die Elite

          Frankreichs Präsident will die Vermögensteuer reformieren. Das empört nicht nur seinen Vorgänger. Auch in der Bevölkerung verliert Macron stark an Zustimmung. Das gefährdet seine politischen Vorhaben.

          Puigdemont droht Anklage wegen Rebellion Video-Seite öffnen

          Katalonien-Krise : Puigdemont droht Anklage wegen Rebellion

          Das Ultimatum der spanischen Regierung an den katalanischen Regierungschef Carles Puigdemont ist ausgelaufen. Puigedmont sollte erklären, ob Katalonien sich unabhängig erklärt hat oder nicht. Stattdessen schrieb der katalanische Regierungschef einen Brief an die spanische Regierung. Zentrale Aussage: Sollte es keine Gespräche mit der Zentralregierung geben, könnte das Parlament über die Unabhängigkeit abstimmen. Nun droht im eine Anklage wegen Rebellion.

          Topmeldungen

          Cyber Valley : Warum Amazon ins Schwäbische zieht

          Bei Stuttgart entsteht eine große Forschungskooperation für schlaue Computer. Angesagte Unternehmen machen mit – nun auch der weltgrößte Internethändler. Und nicht nur mit einer jährlichen Millionen-Überweisung.

          Streamingdienst : So analysiert Netflix seine Nutzer

          Die Online-Videothek gibt Milliarden für Eigenproduktionen wie „Stranger Things“ aus. Deshalb wird der Erfolg dieser Serien minutiös geplant. Und der Geschmack der Zuschauer ganz genau durchleuchtet.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.