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Vogelgrippe „Wir nehmen das schlimmste an“

18.08.2005 ·  Bei der Bundesregierung herrscht Sorge, daß die Vogelgrippe nach Deutschland eingeschleppt werden könnte. „Wir nehmen das schlimmste an“, sagt Verbraucherschutzministerin Künast. Experten beraten über Schutzmaßnahmen.

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Die Schutzmaßnahmen gegen die Vogelgrippe in Deutschland müssen nach den Worten von Verbraucherschutzministerin Renate Künast (Grüne) binnen weniger Wochen stehen. Vor der Ankunft der Wildvögel aus den kalten Ländern Anfang September müßten die Maßnahmen umgesetzt sein, sagte Künast, die sich „in großer Sorge“ befindet.

„Wir nehmen das Schlimmste an, obwohl wir noch gar nicht den Beweis haben, daß der für den Menschen gefährliche Virus im Ural angekommen ist“, sagte die Ministerin. Sollten die Tiere die auf den Menschen übertragbare Variante des Virus haben, dann könnten keinerlei Maßnahmen ausgeschlossen werden.

Eventuell: Haltung nur noch in Ställen

Laut Künasts Staatssekretär Alexander Müller (Grüne) erwägt das Ministerium eine Verpflichtung für Geflügelhalter, ihre Tiere vorübergehend nur noch in Ställen zu halten. „Wir werden die Lage erörtern und über alle denkbaren Schutzmaßnahmen sprechen“, sagte Müller der „Passauer Neuen Presse“. „Das reicht von bereits bestehenden Importverboten über verstärkte Kontrollen bis hin zu Vorkehrungen, die von den Geflügelhaltern getroffen werden müssen.“

In Südostasien kamen seit 2003 durch die Vogelgrippe mehr als 60 Menschen ums Leben. Nach jüngsten Meldungen hat sich die Epidemie in Rußland bereits bis zum Ural ausgebreitet. Eine Konferenz aus Tier- und Gesundheitsexperten berät an diesem Donnerstag in Bonn über Schutzmaßnahmen. Ministerin Künast sieht bisher drei Wege, auf denen die Geflügelpest nach Deutschland eingeschleppt werden könnte: illegaler Tierhandel, Tourismus und durch Zugvögel.

Quelle: FAZ.NET mit Material von AFP, dpa
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