16.11.2003 · Vermutlich lösten Frühlingszwiebeln eine Epidemie der Leberentzündung Hepatitis A im amerikanischen Bundesstaat Pennsylvania aus.
Bei der vermutlich durch Frühlingszwiebeln ausgelösten Epidemie der Leberentzündung Hepatitis A sind in Pennsylvania drei Menschen gestorben und mehr als 500 infiziert worden. Das Gesundheitsministerium des amerikanischen Bundesstaates rechnet nach Informationen vom Sonntag mit weiteren Fällen. Grund dafür ist, daß das mexikanische Restaurant, in dem sich fast alle Patienten angesteckt hatten, erst am 22. Oktober nach den ersten Fällen überprüft und dann geschlossen wurde. Die Inkubationszeit von Hepatitis A aber betrage mindestens vier Wochen, erläuterte das Ministerium.
Das dritte Opfer war am Freitagmorgen in der Klinik der Universität von Pittsburgh an Leberversagen gestorben. Unbekannt ist bisher noch, ob sich das jüngste Opfer ebenso wie die ersten zwei in dem Restaurant der mexikanischen Kette Chi-Chi's im Beaver-Valley- Einkaufszentrum rund 40 Kilometer nordwestlich von Pittsburgh angesteckt hatte. Die Unternehmenskette will das Lokal frühestens Anfang 2004 wieder öffnen. Derweil werden seine rund 60 Angestellten beobachtet und die Ermittlungen des Herdes der Hepatitis-Epidemie fortgesetzt.
Die amerikanische Seuchenbehörde CDC in Atlanta rät Touristen, sich vor einem Besuch in Pittsburgh gegen die Leberkrankheit impfen zu lassen. Die Viren könnten sich an ungekochten und sogar an gefrorenen Lebensmitteln halten. Sie gelangten durch mangelnde Sauberkeit in die Nahrungskette. In Deutschland wird die Zahl der Hepatitis-A-Fälle auf jährlich 5.000 bis 10.000 geschätzt. Mehr als die Hälfte der Infektionen bringen Urlauber aus dem Ausland mit.