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Verbotener Genmais in die EU verschifft

25.05.2005 ·  In der EU nicht erlaubter Genmais der Sorte BT-10 ist als Bestandteil einer Futtermittel-Ladung in einem irischen Hafen gelandet. Verbraucherministerin Künast forderte, die Ladung sofort zu vernichten.

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Eine Ladung des in der Europäischen Union nicht zugelassenen Genmais' der Sorte BT10 ist in einem irischen Hafen sichergestellt worden. Wie die EU-Kommission in Brüssel am Mittwoch mitteilte, wurde die Ladung am Vorabend entdeckt. Dabei handelte es sich um 2546 Tonnen verunreinigtes Tierfuttermittel. Der Mais des Agrokonzerns Syngenta war den Angaben zufolge aus den Vereinigten Staaten verschifft worden. Bundesverbraucherschutzministerin Renate Künast forderte, die Ladung umgehend zu vernichten.

„Zurückschicken heißt, daß die Ladung woanders wieder auftaucht“, sagte Künast. Die Ministerin wies in diesem Zusammenhang darauf hin, daß BT10 nirgendwo auf der Welt zugelassen sei. Den Angaben der EU-Kommission zufolge soll der Genmais zunächst in ein Zwischenlager verladen werden. Angaben über die Bestimmung der Ladung lagen der EU-Kommission zunächst nicht vor. Die irischen Behörden hätten aber alle erforderlichen Schritte eingeleitet, um zu verhindern, daß der Genmais in Umlauf komme, sagte der Sprecher von Verbraucherschutzkommissar Markos Kyprianou, Philip Tod.

Ladung nicht für Deutschland bestimmt

Künast sagte, ihr lägen keine Erkenntnisse vor, daß Teile der Ladung für Deutschland bestimmt gewesen seien. Angesichts der Verflechtungen in der Futtermittelindustrie sei letztlich aber nicht auszuschließen, daß dann doch bestimmte Mengen nach Deutschland gekommen wären. Zugelassen ist in der EU bislang lediglich Genmais der Sorte BT11. Künast betonte, daß sich BT10 „in mehreren Faktoren“ von BT11 unterscheide und die Wirkung dieser Sorte auf Mensch und Tier nicht ausreichend erforscht sei.

Bereits im April hatte die EU-Kommission mitgeteilt, daß BT10-Genmais aus den Vereinigten Staaten nach Europa gelangt sei. Seitdem verlangt die EU-Kommission Bescheinigungen, daß Genmaisimporte nur die in der EU erlaubten Bestandteile haben. Bislang wurden nach Angaben Brüssels insgesamt 290 Tests durchgeführt, von denen 289 negativ waren. Künast sagte, der jetzt bekanntgewordene Vorfall zeige, daß die EU an ihrem strengen Regime festhalten müsse. Es müsse zudem sichergestellt werden, daß Schiffe mit BT10-Genmais in den Vereinigten Staaten gar nicht erst auslaufen könnten.

Quelle: FAZ.NET mit Material von AP, dpa
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