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Sonntag, 12. Februar 2012
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UN-Konferenz Zahl der Aids-Waisen steigt auf 15 Millionen weltweit

13.07.2004 ·  Die Zahlen des Kinderhilfswerks Unicef sind alarmierend: Die Zahl der Waisenkinder, die ihre Eltern durch Aids verloren haben, ist weltweit auf 15 Millionen gestiegen.

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Die Zahl der Aidswaisen hat sich in den vergangenen zwei Jahren von 11,5 Millionen auf 15 Millionen erhöht. Viele weitere Kinder und Jugendliche leben mit kranken oder sterbenden Eltern, werden ausgegrenzt und seien damit wiederum anfälliger für Infektionen mit dem Aidsvirus, heißt es in dem auf der Weltaidskonferenz in Bangkok vorgestellten Bericht der Vereinten Nationen: „Kinder am Rande des Abgrunds“.

Bis 12,3 Millionen der Aidswaisen leben laut Unicef derzeit in Afrika südlich der Sahara. Und die Zahl wird dort nach Schätzungen des Kinderhilfswerks bis zum Jahr 2010 auf 18,4 Millionen steigen. Die Daten zeugten von einer „schreienden Ungerechtigkeit“, sagte der Chef des Aidsprogramms der UN, Peter Piot. Unicef hatte mit ersten Zahlen aus dem Papier bereits Anfang Juli auf das Schicksal der Aidswaisen hingewiesen.

Finanzlücke klafft

Zugleich wurde am Dienstag erneut die Finanzlücke deutlich, die zwischen den Spenden der reichen Länder und dem weltweiten Bedarf im Kampf gegen Aids klafft: Die Europäische Union sollte nach Ansicht des französischen Präsident Jacques Chirac den Kampf gegen die Immunschwäche Aids jährlich mit einer Milliarde Dollar (800 Millionen Euro) unterstützen. In seiner auf der Aidskonferenz verlesenen Grußbotschaft wiederholte er damit seine Mahnung vom Juli 2003. Doch der französischen Präsident bleibt damit weit hinter den Forderungen des Globalen Fonds gegen Aids, Tuberkulose und Malaria sowie der UN zurück.

Beide Organisationen schätzen, daß von 2005 bis 2007 jährlich zwölf Milliarden Dollar im Kampf gegen Aids nötig sind, von 2007 an seien es 20 Milliarden. Das Geld für den Globalen Fonds - eines der wichtigsten und größten Finanzinstrumente im Kampf gegen die drei Krankheiten - soll dabei zu jeweils gleichen Teilen von der EU, den Vereinigten Staaten und dem Rest der Welt kommen. Der Fonds zahlt 60 Prozent des Geldes für Projekte gegen Aids, der Rest geht an Malaria und Tuberkulose. Hilfsorganisationen werfen der EU immer wieder vor, zu wenig Geld gegen die tödliche Immunschwäche zu spenden.

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