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Tierfutter-Skandal Erhöte Dioxinwerte bestätigt: Zwei Höfe betroffen

11.11.2004 ·  In mindestens zwei Höfen im Kreis Borken in Nordrhein-Westfalen stehen weitere Probeschlachtungen an. Bei Untersuchungen waren

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In der Affäre um dioxinhaltiges Futter bleiben die fünf betroffenen Bauernhöfe in Nordrhein-Westfalen nach den ersten Testergebnissen weiter gesperrt. Die Analysen hätten bestätigt, daß im Fall von zwei Höfen im Kreis Borken der zulässige Höchstwert von 0,75 Nanogramm je Kilogramm Futter deutlich überschritten sei, teilte das Düsseldorfer Agrarministerium am Donnerstag mit. „Bis zum Abschluß weiterer Untersuchungen bleiben alle Betriebe vorsorglich gesperrt“, sagte Landesagrarministerin Bärbel Höhn (Grüne). Probeschlachtungen sollten veranlaßt werden.

Die Untersuchungsergebnisse sollten mit denen in den Niederlanden abgeglichen werden, sagte Höhn. Voraussichtlich in der kommenden Woche seien die Ergebnisse weiterer niederländischer Fleischuntersuchungen zu erwarten. „Dann werden wir gemeinsam mit den Niederlanden eine Risikobewertung vornehmen und die weitere Vorgehensweise abstimmen.“

Betroffene Bauern „erschüttert“

Proben von vier der fünf Bullenmastbetriebe in Nordrhein-Westfalen seien bereits analysiert. Bei zwei Höfen seien Werte von 5,23 bis zu 28,25 Nanogramm je Kilogramm Futter und damit deutlich überhöhte Werte gemessen worden. Bei zwei weiteren Betrieben wurden Werte zwischen 0,154 und 0,710 Nanogramm je Kilogramm gemessen. Analyseergebnisse von dem am Dienstag in Heek (Kreis Borken) gesperrten Hof lägen noch nicht vor.

Nach Angaben des Kreises Borken sind die Grenzwerte bei Betrieben in Ahaus und Schöppingen überschritten. Sollten sich nach den Probeschlachtungen erhöhte Werte auch in den Fettproben wiederfinden, müßten weitere Tiere bei der Schlachtung getestet werden, sagte Albert Groeneveld, Leiter des Fachbereichs Tiere und Lebensmittel. Wenn die Werte jenseits der Toleranzgrenze lägen, sei das geschlachtete Tier untauglich. Die betroffenen Bauern seien „erschüttert“ und bangten den Ergebnissen der Tierproben entgegen.

Als Quelle der Dioxin-Funde im Futter ist eine Pommes-Frites-Fabrik in den Niederlanden ausgemacht worden. Der Betrieb hatte dioxinbelastete Tonerde aus Rheinland-Pfalz zur Trennung von Rohmaterialien benutzt. Die dadurch ebenfalls mit Dioxin belasteten Kartoffelschalen wurden als Tierfutter weiterverkauft. Nach Auslösen des Dioxin-Alarms in den Niederlanden wurden Höfe in Deutschland, Belgien und Frankreich gesperrt.

Quelle: FAZ.NET mit Material von dpa
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