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Studie : Sex hilft gegen Prüfungsstreß

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Prüfungsvorbereitung Bild: ddp

Prüfungsstreß? Der oder die Liebste kann helfen. Wie eine britische Studie zeigt, sind Menschen, die vor einer Prüfung Sex hatten, über längere Zeit der Streßsituation besser gewachsen. Aber Vorsicht: Selbstbefriedigung reicht nicht.

          Wer vor einer Prüfung Sex hatte, steht die mit Ängsten und Befürchtungen behaftete Situation einer britischen Studie zufolge tatsächlich lockerer und streß-resistenter durch. Allerdings, so berichtet das Magazin „New Scientist“ (Nr. 2536, S.17, 28.1.), sollte es Sex mit einem Partner respektive einer Partnerin sein: Selbstbefriedigung oder andere Sexpraktiken, bei denen es nicht zum Koitus kommt, haben der Studie nach eine deutlich schlechtere Anti-Streß-Wirkung.

          Das Team um Stuart Brody, Psychologe von der University of Paisley, ließ dazu 24 Frauen und 22 Männer zwei Wochen lang Tagebuch über ihre sexuellen Aktivitäten führen. Anschließend mußten sie einen Streßtest absolvieren: Vor einem Auditorium reden und öffentlich Kopfrechnen. Bei Probanden, die Beischlaf hatten, zeigten sich dabei die wenigsten Streßsymptome und der unauffälligste Blutdruck. Liebhaber anderer Sexpraktiken lagen im Mittelfeld. Bei abstinenten Teilnehmer hingegen blieben die streßbedingt erhöhten Blutdruckwerte am längsten bestehen.

          „Kuschelhormon“ hilft

          „Die positiven Effekte konnten nicht nur der Kurzzeit-Entspannung nach dem Orgasmus zugerechnet werden, denn sie hielten mindestens eine Woche lang an“, erläuterte Brody der Zeitschrift. Er vermutet, daß die Ausschüttung des sogenannten „Kuschelhormons“ Oxytocin, das für Partnerschafts- und Vertrauensbildung eine Rolle spielt und unter anderem auch stillende Mütter vor Streß schützt, für den beruhigenden Effekt verantwortlich sein könnte. Angaben zu den tatsächlichen Oxytocin-Werten im Blut der Probanden wurden jedoch nicht gemacht.

          Um Verzerrungen der Studie durch unterschiedliche Charaktere der Testteilnehmer auszuschließen, erstellte Brody für jeden Probanden ein psychologisches Profil, das über die Anfälligkeit für Streß und Angstzustände Auskunft gab. Selbst wenn diese Faktoren in Betracht gezogen wurden, bot die sexuelle Aktivität dem Forscher zufolge die eindeutigste Erklärung für die Stärke der Streßzustände.

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