07.06.2005 · Abermals ist die Anzahl der Schwangerschaftsabbrüche im ersten Quartal dieses Jahres zurückgegangen. Immerhin 44 Prozent der Frauen, die abbtreiben ließen, waren verheiratet.
Die Zahl der Abtreibungen ist im ersten Quartal dieses Jahres leicht gesunken. Wie das Statistische Bundesamt am Dienstag in Wiesbaden berichtete, wurden den Behörden 32.600 Schwangerschaftsabbrüche gemeldet - 1.200 oder 3,6 Prozent weniger als in den ersten drei Monaten des vergangenen Jahres.
Die Hälfte der Frauen war zum Zeitpunkt des Eingriffs ledig, verheiratet waren aber immerhin 44 Prozent. Knapp dreiviertel der Frauen, die Schwangerschaftsabbrüche durchführen ließen, waren laut Bundesamt zwischen 18 und 35 Jahren alt, rund sechs Prozent waren minderjährig und etwa sieben Prozent 40 Jahre und älter. 41 Prozent der Schwangeren hatten vor dem Eingriff noch keine Lebendgeburt gehabt.
Mehr Abbrüche durch Mifegyne
98 Prozent der gemeldeten Abtreibungen wurden den Statistikern zufolge nach der Beratungsregelung vorgenommen. Medizinische oder kriminologische Indikationen waren lediglich in zwei Prozent der Fälle die Begründung. 80 Prozent der Abbrüche erfolgten mit Hilfe der Absaugmethode. Der Anteil Eingriffe mit dem Abtreibungsmittel Mifegyne stieg auf knapp acht Prozent.