18.05.2005 · Im Kongo ist abermals eine Ebola-Epidemie ausgebrochen. Bisher wird von Todesfällen berichtet, insgesamt sollen bisher elf Menschen an der lebensbedrohenden Infektion erkrankt sein.
In der zentralafrikanischen Republik Kongo ist nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) abermals die lebensgefährliche Ebola-Krankheit ausgebrochen. Neun Menschen sind bereits an dem tödlichen Virus gestorben, elf Menschen sind nach bsherigen Erkenntnissen insgesamt erkrnakt. Das teilte die WHO in der Hauptstadt Brazzaville mit.
Labortest hätten, daß es sich zweifelsfrei um einen Ausbruch des Ebola-Virus' handele. 81 Menschen stünden in den Städten Etoumbi und Mbomo nördlich der kongolesischen Hauptstadt unter medizinischer Beobachtung. Diese Personen hatten Kontakt zu den Erkrankten.
Für die Krankheit, an der schon im Jahr 2003 fast 150 Menschen im Kongo gestorben war, gibt es nach wie vor kein Heilmittel. 1995 starben in der benachbarten Demokratischen Republik Kongo mehr als 250 Menschen an Ebola. Das Virus beschädigt die Blutgefäße der Erkrankten, die an Blutungen, Durchfall und Schockzuständen leiden. Die Sterblichkeitsrate liegt je nach Erregerstamm zwischen 50 und 90 Prozent.
Affenfleisch abermals die Quelle?
Die Krankheit brach der WHO zufolge auch im aktuellen Fall in der dicht bewaldeten Region Cuvette-Ouest nahe der Grenze zu Gabun aus. Vertreter des kongolesischen Gesundheitsministeriums, der WHO und der Organisation Ärzte ohne Grenzen seien dort unterwegs, um Infizierte zu suchen und die Bevölkerung über die Krankheit aufzuklären.
Wissenschaftler vermuten, daß frühere Ebola-Epidemien in der Gegend durch den Verzehr verseuchten Affenfleischs verursacht worden waren. Dieses Fleisch gehört zu den Grundnahrungsmitteln von Busch-Bewohnern in West- und Zentralafrika. In vielen Städten gilt es als Delikatesse.