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Seuche in Afrika : Guinea erklärt neue Ebola-Notmaßnahmen

  • Aktualisiert am

Helfer desinfizieren das Haus eines Ebola-Patienten in Conakry in Guinea Bild: AFP

Weil die Zahl der Ebola-Verdachtsfälle wieder steigt, hat Guinea in mehreren Regionen den Gesundheitsnotstand ausgerufen. In manchen Gebieten gebe es weiterhin Widerstände gegen die Maßnahmen zur Seuchenbekämpfung, erklärt Präsident Condé.

          Guineas Präsident Alpha Condé hat wegen der Ebola-Epidemie für Teile des westafrikanischen Landes den Gesundheitsnotstand ausgerufen. Betroffen von der 45-tätigen Maßnahme seien fünf Regionen im Westen und Südwesten, erklärte der Staatschef am Samstag. Zuletzt ist die Zahl der Ebola-Verdachtsfälle in Guinea nach einem Rückgang wieder gestiegen. Der Regierung zufolge gibt es in einigen Teilen des Landes Widerstand gegen die Maßnahmen zur Seuchenbekämpfung. Conde hat Mitte April als Zieldatum für die endgültige Überwindung der Seuche genannt.

          Sorge vor Rückschlägen

          Seit dem Ausbruch der Ebola-Epidemie in Guinea im Dezember 2013 starben dort und in den Nachbarländern Liberia und Sierra Leone nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) insgesamt mehr als 10.000 Menschen an dem Virus. Fast 25.000 Menschen in neun Ländern infizierten sich mit Ebola.

          In den drei westafrikanischen Staaten war die Zahl der Neuerkrankungen seit Anfang des Jahres deutlich zurückgegangen. Zuletzt wuchs jedoch die Sorge vor erneuten Rückschlägen. Die Behörden in Liberia gaben am Samstag den Tod einer mit dem Virus infizierten Frau bekannt. Bei ihr handelte es sich um die erste Ebola-Patientin in Liberia seit mehr als einem Monat.

          In Sierra Leone hatte am Freitag eine dreitägige Ausgangssperre begonnen, mit der die Behörden die Ebola-Epidemie in den Griff bekommen wollen. In dieser Zeit sollen 26.000 Freiwillige von Tür zu Tür gehen, um mögliche noch unerkannte Ebola-Fälle aufzuspüren und die Bevölkerung über Schutzmaßnahmen zu informieren.

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