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Veröffentlicht: 13.05.2017, 14:21 Uhr

Schon drei Tote Ebola-Ausbruch im Kongo

Im Kongo ist erneut Ebola ausgebrochen. Drei Menschen sind bereits an den Folgen der Krankheit gestorben. Gute Nachrichten gibt es dagegen von Gesundheitsbehörden aus Brasilien.

© AP Ebola-Verdacht im Kongo 2007. „Das ist die achte Ebola-Epidemie im Kongo, sie wird die Bevölkerung nicht erschüttern“, sagt der Gesundheitsminister zum aktuellen Ausbruch.

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) sieht auch nach dem bestätigten Ebola-Fall im Kongo noch keinen Anlass für Reise- oder Handelsbeschränkungen. Der jüngste Ausbruch der gefährlichen Infektionskrankheit in dem afrikanischen Land scheine sich auf eine abgelegene Gegend zu beschränken, teilte die UN-Behörde am Samstag mit.

Am Freitag hatten die WHO und die Behörden des Landes bestätigt, dass es seit 22. April insgesamt neun Ebola-Verdachtsfälle in der nordöstlichen Provinz Bas-Uélé gab. Drei Menschen seien bereits an den Folgen eines hämorrhagischen - also mit Blutungen einhergehenden - Fiebers gestorben. Sechs lägen noch im Krankenhaus. Bei einer getesteten Person sei das Ebola-Virus bereits im Labor nachgewiesen worden.

46374501 © dpa Vergrößern Ebola-Viruspartikel im Elektronenmikroskop

Bei dem Virus handele es sich um den Subtyp Zaire. Die WHO sendet ein Expertenteam in das betroffene Gebiet, um die Lage zu untersuchen. Der kongolesische Gesundheitsminister Oly Ilunga Kalenga forderte am Freitag die Menschen auf, nicht in Panik zu verfallen. Die Behörden täten alles nötige, um die Epidemie im Bezirk Likati einzudämmen. „Das ist die achte Ebola-Epidemie im Kongo, sie wird die Bevölkerung nicht erschüttern.“

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Das Ebola-Virus war 1976 im Kongo entdeckt worden. Während der letzten Epidemie in dem Land im Jahr 2014 starben 49 Menschen. Dem bislang größten Ebola-Ausbruch überhaupt fielen in den westafrikanischen Staaten Liberia, Guinea und Sierra Leone 2014 bis 2015 mehr als 11 000 Menschen zum Opfer. Die WHO war seinerzeit mit ihrem Krisenmanagement in die Kritik geraten.

Das Ebola-Virus gehört zu den gefährlichsten Krankheitserregern der Welt, nach WHO-Angaben sterben 25 bis 90 Prozent der Patienten. Der Erreger lässt sich im Blut, Urin und Rachensekret nachweisen. Ein Impfstoff wird derzeit noch getestet.

Notstand wegen Zika in Brasilien für beendet erklärt

In Brasilien gab es dagegen gute Nachrichten von Gesundheitsschützern: Nach 18 Monaten haben die Behörden den nationalen Notstand wegen der Zika-Epidemie und der starken Zunahme von Schädelfehlbildungen bei Säuglingen für beendet erklärt. Wie das Gesundheitsministerium in Brasilia am Donnerstag mitteilte, habe es von Januar bis Mitte April nur noch 7911 neue Zika-Infektionen gegeben, die durch Stiche der Gelbfiebermücke Aedes Aegypti ausgelöst werden.

Im gleichen Vorjahreszeitraum waren es über 170 000 Fälle – das sei ein Rückgang um rund 95 Prozent. Auch die Zahl lebensgefährlicher Schädelfehlbildungen (Mikrozephalie) bei Säuglingen nach einer Zika-Infektion der Mütter sei entsprechend auf ein Minimum gesunken.

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