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Rauchverbot Nicht bei der Arbeit, nicht in der Bar

18.11.2004 ·  Nach Irland und Norwegen plant auch Portugal das Rauchen in öffentlichen Gebäuden sowie Bars und Restaurants zu verbieten. Gegenwehr gibt es bisher nicht.

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Die portugiesische Regierung plant ein striktes Rauchverbot, das in einem halben Jahr im ganzen Land in Kraft treten soll. Ein neues Gesetz, das sich an den besonders strengen Vorbildern Irlands und Norwegens orientiert, sieht Verbote für alle öffentlichen Gebäude, den Arbeitsplatz und auch Restaurants, Bars und Diskotheken vor.

Es bekräftigt außerdem das seit dem Jahr 1982 gültige Verbot von Tabakwerbung. Portugal ist neben Schweden eines der europäischen Länder, in denen am wenigsten geraucht wird. Nur knapp zwanzig Prozent der Bevölkerung sind Raucher, während im Nachbarland Spanien mehr als doppelt soviel dem „Tabakismus“ frönen.

Kein Einwand der Gewerbeverbände

Weil es in Portugal auch keine große und einflußreiche Zigarettenindustrie gibt, waren dort schon in den letzten Jahrzehnten Beschränkungen leichter durchzusetzen als zum Beispiel in Spanien - wo erst vor wenigen Tagen die Gaststättenindustrie ein geplantes partielles Nichtrauchergebot für Restaurants und Bars eine „Beleidigung“ des freien Bürgers nannte.

In Portugal erhoben die entsprechenden Gewerbevereinigungen keine Einwände, baten aber darum, daß die Besitzer der Lokale nicht selbst für die Anwendung der neuen Vorschriften verantwortlich gemacht werden sollen.

Quelle: wie. / Frankfurter Allgemeine Zeitung, 19.11.2004, Nr. 271 / Seite 11
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