Home
http://www.faz.net/-guw-76yq3
HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, BERTHOLD KOHLER, GÜNTHER NONNENMACHER, HOLGER STELTZNER
50 plus

Pferdefleischskandal Aldi und Lidl nehmen Produkte aus dem Verkauf

Weil in Fertiggerichten Pferdefleisch nachgewiesen wurde, nehmen Aldi Süd und Lidl Produkte aus dem Verkauf. Bei Aldi ist „Ravioli, 800 g Dose (Sorte Bolognese)“ und „Gulasch, 450 g Dose (Sorte Rind)“ betroffen, bei Lidl „Tortelloni Rindfleisch“ von Gusto.

© REUTERS Vergrößern Aldi Süd nimmt Gulasch und Ravioli aus dem Verkauf. Ein Gesundheitsrisiko besteht laut Aldi nicht

Der Lebensmittel-Discounter Aldi Süd nimmt zwei Fertiggerichte aus den Regalen, nachdem eigene Analysen Pferdefleisch nachgewiesen haben. Das teilte eine Sprecherin des Unternehmens am Freitag mit. Bei den betroffenen Produkten handele es sich um „Ravioli, 800 g Dose (Sorte Bolognese)“ und um „Gulasch, 450 g Dose (Sorte Rind)“, der allerdings nur in Nordrhein-Westfalen verkauft wurde. Der Verkaufsstopp erfolge vorsorglich auf Bitten der Lieferanten. Nach aktueller Sachlage bestehe kein gesundheitliches Risiko für die Verbraucher. Kunden könnten die betroffenen Produkte in den Filialen von Aldi Süd gegen Erstattung des Kaufpreises zurückgegeben.

Lidl hat den Verkauf des Nudelgerichts „Tortelloni Rindfleisch“ von der Gusto GmbH gestoppt. Das Produkt sei in Deutschland aus Gründen des vorbeugenden Verbraucherschutzes vom Markt genommen worden, teilte eine Sprecherin am Freitag in Neckarsulm mit. In dem betroffenen Produkt war in Österreich ein nicht deklarierter Anteil an Pferdefleisch gefunden worden, wie das Gesundheitsministerium in Österreich mitteilte. Das Gericht war den Informationen zufolge bei Lidl Österreich erhältlich. Produziert wurde es laut Angabe der Behörde von der in Stuttgart ansässigen Gusto GmbH. Bei einer von zwei genommenen Proben war Pferdefleisch nachweisbar. Ob das Gericht auch in Deutschland verkauft wurde, ist bislang nicht bekannt.

Karte / Der Pferdefleischskandal in Europa © F.A.Z. Vergrößern Rekonstruktion des Pferdefleischskandals

Am Freitag Vormittag hatte bereits die Handelskette Konsum verdächtige Tiefkühl-Lasagne aus dem Verkauf genommen. „Wir haben das als Vorsichtsmaßnahme getan“, sagte Vorstandschefin Petra Schumann vom Handelsunternehmen Konsum Leipzig am Freitag und bestätigte einen Bericht der „Leipziger Volkszeitung“. Neben Aldi Süd und Konsum haben auch Edeka und Real in den vergangenen Tagen Produkte aus dem Verkauf genommen.

Mehr zum Thema

Quelle: DPA

 
 ()
   Permalink
 
 
 

Hier können Sie die Rechte an diesem Artikel erwerben

Weitere Empfehlungen
Milliardäre Quandts lösen Aldi-Besitzer als reichste Deutsche ab

Wechsel an der Spitze der Milliardärsliste: Nach zehn Jahren haben die BMW -Großaktionäre Quandt die Aldi -Eigentümer Albrecht als reichste Familie Deutschlands abgelöst. Mehr

07.10.2014, 11:35 Uhr | Wirtschaft
Aldi Bumm Baldi von Gerhard Falkner

Thomas Huber liest Aldi Bumm Baldi von Gerhard Falkner. Mehr

10.10.2014, 16:08 Uhr | Feuilleton
Preissenkungen Jetzt werden Pommes frites und Zucker billiger

Seit Wochen fallen die Preise für Lebensmittel. Nun sind einige ungesunde Produkte dran. Mehr

11.10.2014, 11:41 Uhr | Finanzen
Tausende Passagiere sitzen am Flughafen fest

Tausende Passagiere sind am Freitag am Flughafen in Sydney gestrandet. Grund war ein Stromausfall in einem der Terminals, von dem mindestens vier Fluglinien betroffen waren. Mehr

27.06.2014, 11:00 Uhr | Gesellschaft
Neuordnung Edeka kauft die Kaiser’s-Supermärkte

Tengelmann verkauft seine Tochtergesellschaft Kaiser’s mit ihren 450 Filialen an Edeka. Es gebe keine Perspektive mehr, begründet Tengelmann. Mehr

07.10.2014, 11:41 Uhr | Wirtschaft
   Permalink
 Permalink

Veröffentlicht: 15.02.2013, 16:49 Uhr

Nachrichten in 100 Sekunden
Nachrichten in 100 Sekunden