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Pferdefleischskandal : Aldi und Lidl nehmen Produkte aus dem Verkauf

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Aldi Süd nimmt Gulasch und Ravioli aus dem Verkauf. Ein Gesundheitsrisiko besteht laut Aldi nicht Bild: REUTERS

Weil in Fertiggerichten Pferdefleisch nachgewiesen wurde, nehmen Aldi Süd und Lidl Produkte aus dem Verkauf. Bei Aldi ist „Ravioli, 800 g Dose (Sorte Bolognese)“ und „Gulasch, 450 g Dose (Sorte Rind)“ betroffen, bei Lidl „Tortelloni Rindfleisch“ von Gusto.

          Der Lebensmittel-Discounter Aldi Süd nimmt zwei Fertiggerichte aus den Regalen, nachdem eigene Analysen Pferdefleisch nachgewiesen haben. Das teilte eine Sprecherin des Unternehmens am Freitag mit. Bei den betroffenen Produkten handele es sich um „Ravioli, 800 g Dose (Sorte Bolognese)“ und um „Gulasch, 450 g Dose (Sorte Rind)“, der allerdings nur in Nordrhein-Westfalen verkauft wurde. Der Verkaufsstopp erfolge vorsorglich auf Bitten der Lieferanten. Nach aktueller Sachlage bestehe kein gesundheitliches Risiko für die Verbraucher. Kunden könnten die betroffenen Produkte in den Filialen von Aldi Süd gegen Erstattung des Kaufpreises zurückgegeben.

          Lidl hat den Verkauf des Nudelgerichts „Tortelloni Rindfleisch“ von der Gusto GmbH gestoppt. Das Produkt sei in Deutschland aus Gründen des vorbeugenden Verbraucherschutzes vom Markt genommen worden, teilte eine Sprecherin am Freitag in Neckarsulm mit. In dem betroffenen Produkt war in Österreich ein nicht deklarierter Anteil an Pferdefleisch gefunden worden, wie das Gesundheitsministerium in Österreich mitteilte. Das Gericht war den Informationen zufolge bei Lidl Österreich erhältlich. Produziert wurde es laut Angabe der Behörde von der in Stuttgart ansässigen Gusto GmbH. Bei einer von zwei genommenen Proben war Pferdefleisch nachweisbar. Ob das Gericht auch in Deutschland verkauft wurde, ist bislang nicht bekannt.

          Rekonstruktion des Pferdefleischskandals

          Am Freitag Vormittag hatte bereits die Handelskette Konsum verdächtige Tiefkühl-Lasagne aus dem Verkauf genommen. „Wir haben das als Vorsichtsmaßnahme getan“, sagte Vorstandschefin Petra Schumann vom Handelsunternehmen Konsum Leipzig am Freitag und bestätigte einen Bericht der „Leipziger Volkszeitung“. Neben Aldi Süd und Konsum haben auch Edeka und Real in den vergangenen Tagen Produkte aus dem Verkauf genommen.

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