http://www.faz.net/-gum-747e6

Neue Studie : Kaffee verbessert positive Wahrnehmung

  • Aktualisiert am

Positive Wörter fallen nach drei Tassen Kaffee besser ins Auge. Bild: dpa

Einer Studie zufolge fallen positive Wörter schneller auf, wenn der Leser Kaffee getrunken hat. Die Forscher spekulieren nun über eine Verbindung von positiven Informationen und der linken Hirnhälfte.

          Drei Tassen Kaffee und schon sieht die Welt anders aus? Forscher der Universität Bochum haben jetzt herausgefunden, dass Koffein die Wahrnehmung von positiven Begriffen in Texten verbessert. 66 Probanden sollten am Computerbildschirm echte Wörter von sinnlosen Begriffen unterscheiden. Dies klappte bei positiven Begriffen wie Flirt, Humor und Reichtum unter Koffeineinfluss deutlich besser als bei negativen oder neutralen Wörtern. Lars Kuchinke und Vanessa Lux präsentieren ihre Studie in der aktuellen Ausgabe der Fachzeitschrift „PLOS ONE“.

          Dass Kaffeetrinker aber einen positiveren Blick auf die Welt hätten, sei „leider nicht direkt“ der Fall, sagte Kuchinke am Mittwoch. Auch, „ob sich der Effekt aufs Lesen eines gesamten Textes auswirkt, können wir derzeit nicht sagen“. Im Test mit einzelnen Wörtern jedenfalls zeigte sich der Effekt nach Einnahme einer Tablette mit 200 Milligramm Koffein. Das entspricht der Studie zufolge etwa zwei bis drei Tassen Kaffee.

          Die Auswirkung sei vor allem in der linken Hirnhälfte zu beobachten. Dies könne zwar daran liegen, dass vor allem die linke Hirnhälfte für die Verarbeitung von Wörtern zuständig sei. Kuchinke vermutet dahinter jedoch noch einen anderen Grund, da das Koffein sich ansonsten auch auf negative Wörter auswirken müsse. Möglicherweise gebe „es prinzipiell einen Link zwischen der Verarbeitung positiver Information und der linken Hirnhälfte“.

          Quelle: DPA

          Weitere Themen

          Der goldene Schnitt

          Adipositaschirurgie : Der goldene Schnitt

          Fettleibigen durch eine OP beim Abnehmen zu helfen, zahlt sich aus: Fast alle Organe erholen sich. Trotzdem macht es ihnen die Bürokratie hierzulande schwer.

          Topmeldungen

          Bringen die SPD wieder voran? Martin Schulz (vorne), Stephan Weil und Thorsten Schäfer-Gümbel.

          SPD : Der wahre Sieger der Bundestagswahl

          So ein bisschen freuen sich die Sozialdemokraten über das katastrophale Ergebnis der Bundestagswahl. Endlich sind sie die Union los. In der Opposition soll alles besser werden.

          Weinstein und die Folgen : Man sagte mir, keiner würde mir glauben

          Warum schweigen Frauen, wenn sie sexuell belästigt wurden? Sie täten es nicht, wenn sie daran glauben würden, dass es einen anderen Weg gäbe, den Launen der Männer ohne Beschädigung zu entgehen. Ein Gastbeitrag.
          Christine Hohmann-Dennhardt, ehemals Daimler und VW.

          Absprachen-Verdacht : Die doppelte Kronzeugin im Autokartell

          Hinter den Selbstanzeigen von Daimler und VW steckt offenbar ein und dieselbe Person: Christine Hohmann-Dennhardt war an beiden Tatorten. Der Gelackmeierte im Spiel ist BMW.
          Im Alter jeden Cent umdrehen zu müssen - das befürchten viele Arbeitnehmer.

          Sinkendes Rentenniveau : Vorsorgen kann jeder

          Mit der gesetzlichen Rente kommen Pensionäre nicht mehr weit. Jeder zweite Single in Deutschland sorgt sich, seinen Lebensstandard im Alter nicht halten zu können. Dabei ist das gar nicht so schwer.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.