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Models Keiner will Skelette sehen

 ·  Für die Macher der Madrider Modewoche war die Grenze überschritten. Sie haben die Models wiegen lassen. Und gehandelt: Zu magere Models dürfen nicht auf den Laufsteg. Andere Modestädte wie London oder Paris folgen nicht dem Madrider Vorbild.

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Barbara Reinartz
Barbara Reinartz (Ronya) - 21.09.2006 18:59 Uhr

Manchmal kann man nur den Kopf schütteln

Es geht im allgemeinen darum, das Essverhalten zu normalisieren.
Weder "Hungerhaken" noch "Bomber" sind gesund. Und wenn mir eine der Damen auf dem Laufsteg erzählt, sie ernährt sich gesund, dann breche ich glaube ich, vor Lachen zusammen.
Ein Salatblatt ... und noch ein Salatblatt ... NEIN das war ein Blatt zu viel.
Ich kenne eine Magersüchtige, ich weiß, wie viel sie isst und ich weiß wie sie aussieht. Und wie sie leidet, weil sie sich immer wieder zu fett fühlt.
Wenn also manche Herren der Schöpfung meinen, das als normal abzutun, der soll sich ein mal von 500 cal am Tag ernähren. Und das nicht nur einen Tag sondern mehrere Jahre.
Und eine Welt wie diese Modewelt zwingt junge Frauen in dieses Schema. Und das kann nicht gut sein. Wenn hier ein Anfang gemacht wird, dann die Filmwelt nicht nur dünne Frauen einstellt, kann auch das Leben außerhalb normaler werden.
Essgestörte wird es immer geben aber wenn dieses Aussehen nicht mehr so mit Erfolg und Glamour in Verbindung gebracht wird, kann es für manche einfacher werden.
Diese Welt ist nicht der Hauptgrund für Essstörungen, das ist leider meist die Familie, aber es gibt einfach zu viel Anstoß, sich der Bulimie oder der Magersucht zuzuwenden.

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Martin Buchwald
Martin Buchwald (Denken) - 21.09.2006 11:29 Uhr

abwarten...

Wenn das erste Modell auf dem Laufsteg zusammenbricht dürfte die Branche in erhebliche Erklärungsnöte kommen. Ich für meinen Teil weiß nicht was an diesen Brettern bitte sexy sein soll.

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Nela Legov
Nela Legov (Nela) - 20.09.2006 19:53 Uhr

Lieber zu dünn als zu dick

Körperlichkeit scheint bei den klugen Köpfen ein großes Thema zu sein. Hier die "Skelette", da ein paar Fette.

Betrachtet man neben den schlanken Models die dicken Kalorienbomber, so möchte man doch lieber die Mädchen sehen. Wie wärs mit einer Bilderstrecke von "Mädchen" mit BMI über 35. (102 kg bei 1,70m) Oder gibts da keine Fotos, weil die keiner sehen will?

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Niko Akathari
Niko Akathari (NikoA) - 20.09.2006 14:46 Uhr

Geschmackssache

Für meinen Geschmack sind die Schönheiten auch etwas zu schlank, aber das ist Geschmackssache. Und die Gesundheit der Models ist ihre Sache. Da trägt doch jeder die Verantwortung für sich selber und Gesetze sind da fehl am Platz. Da geht den Sozialisten in Madrid wohl die Normierungswut durch. Für das individuelle Wohl von Menschen kann man diese sowieso nicht über einen Kamm scheren.

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Felix Keyserlingk

Mode ist immer etwas zeitlich begrenztes ...

aber es ist wichtig einen gesamtüberblick zu bewahren.
Wenn Models jetzt so aussehen wollen/müssen dann sollen sie das, aber mit einem Warnhinweis: "es ist nicht normal so auszusehen". Normal bezeichne ich übrigens statistisch als die Norm das 70%-quantil.

Der Artikel und der Madrider vorstoß haben etwas für sich, so aber auch einige der anderen bemerkungen die sagen es geht darum Gesund zu sein. Auch auf Fettpolster wurde sich weiter unten schon bezogen. Medizinisch ist ein mindest Fettanteil im Körper - in Bezug auf Körpermasse UND -größe - nachgewiesenermaßen notwendig. Vieleicht sollte man so bemessen ob die Models genug Fett auf den Rippen haben.

Am ende fragt sich sowieso die Modemacher Mode für nur 10% der Frauen wovon die meisten in ärmeren Ländern wohnen machen und das 70% -quantil außen vor lassen.

Meine persönliche Meinung ist wenn die Models WIRKLICH glücklich sind dann ist das mit ihren Körpern auch ok. Aber ob das bei der Masse so ist wage ich aus persönlichen erfahrungen zu bezweifeln. Und somit müssen sie sich für das was sie tun eines Tages vor Gott selber rechtfertigen.

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Benjamin Streeck

Re: Hungerhaken?... Oder einfach die Natur?!

Falsch. Medizinisch ist längst bewiesen, dass der Mensch sehr wohl eine gewisse Menge an Körperfett braucht um zu funktionieren. Frauen mit zu wenig Körperfett verlieren ihre Regel und sind Gebärunfähig, abgesehen von einer deutlichen Infektanfälligkeit. Frauen sollten um die 20-30% Körperfett haben, bei Männern ist die Evidenzlage nicht so eindeutig, doch vieles spricht für Werte um 15%. Manche Hochleistungssportler in der Leichtathletik arbeiten sich auf rund 4% runter während der Wettkampfzeit, halten dies aber körperlich nicht lange aus, maximal einige Wochen. Der BMI ist ein grober Richtwert, wie so vieles in der Medizin.

Ohne genau zu wissen was für ein Körperfettanteil die Models haben, liegt dieser sicherlich deutlich unter 10%. Das ist ungesund.

Doch darum geht es doch gar nicht. Es geht um eine Erwartungshaltung die den Kindern vermittelt wird, die sich immer früher mit den Erwartungen der Gesellschaft in Sachen Schönheit und Sexualität auseinandersetzen müssen. Die auf sie einprasselnden Eindrücke aus Modezeitschriften und co führen zu Körperschemastörungen. Davor sollten wir sie beschützen. Dies ist ein Einsatz.

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norbert hoffmann

Was für ein niveauloser Hetzartikel?

Wie bitte? Mich erinnern die Bilder an Auschwitz und Birkennau. Und wieso sollen nicht die Auswüchse der modernen Gesellschaft beim Namen genannt und gegeißelt werden dürfen? Computerspiele, die aus den Spielern Zombies machen, Gammelfleisch das seine Besitzer reich macht, immer wo weiter machen? Bravo Madrid, bravo gesunder Menschenverstand. Wo moeglich sollte der Super-Gau der westlichen Gesellschaft noch ein wenig aufgehalten werden und wenn ich schon Kleiderständer sehen will, dann nicht sollche, die nach der Session tod umfallen...

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Birgit Schmidt
Birgit Schmidt (Chayra) - 20.09.2006 12:07 Uhr

Falsches Vorbild

Die "Vorbilder", die über die Modelaufstege gleiten, vermitteln vielen Nacheiferinnen ein Bild davon, wie eine Frau "normalerweise" auszusehen hätte. Das ist doch das eigentliche Problem. Dass dem mitnichten so ist, dass kaum eine normale Frau so aussieht, dass es dicke und dünne, große und kleine, schlanke und kräftige Frauen gibt, wird außen vorgelassen.

Und dieser Schlankheitswahn ist nichts als eine Modeerscheinung im wahrsten Sinne des Wortes. Da will jemand seine Mode verkaufen, seine Modenschau ausverkaufen, sich einen Namen machen. Jede Werbung ist gut, und sei es die, dass sich Jahr für Jahr die Weltöffentlichkeit darüber aufregt, dass die Models zu dünn sind.

Das alles hat weder etwas mit Diskriminierung noch mit Gesundheit zu tun. Es ist eine reine Marketingmaßnahme, der sich leider viel zu viele unterwerfen.

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Nathalie Neumann

Doch, ich will Skelette sehen!

Jetzt geht das Gerede wieder los, die Photo-Modelle seien zu mager, und dieser lächerliche BMI-Wert wird als maßgeblich herangezogen.
Dem BMI zufolge ist ein durchtrainierter Body-Builder von 1,65m nahezu adipös, ein lang aufgeschossener unsportlicher Jugendlicher magersüchtig.
Gewicht ist sehr individuell. Es bemißt sich an und ergibt sich aus mannigfaltigen Faktoren. Wenn zwei Leute gleicher Körpergröße auch über Jahre hin exakt das gleiche essen und sich genau gleich körperlich betätigen, weisen sie dennoch nicht das gleiche Gewicht aus.
Wie kann man am BMI-Wert ablesen, ob jemand gesund ist? Kriegt man ihn abhängig von seiner Ernährung verliehen?
Und was soll das mit Ästhetik? Schönheit definiert jeder für sich selbst. Daß jetzt die Modelle nicht so dünn sein sollen, liegt doch wohl eher daran, daß die Branche vom Klischee der ausgemergelten, drogensüchtigen Mädchen wegkommen will hin zum Bild der gesunden, rotbäckigen und wohlgenährten jungen Frau.
Ich möchte sie sehen, laß sie kommen, die Legion der klapperdürren AA-Körbchenträgerinnen, die man mit einer Kerze röntgen kann. Ich glaube nicht, daß sie weniger gesund sind als diejenigen, deren rechnerisches Verhältnis von Körpergröße und -gewicht eine Zahl über 18 ergibt.

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hans maier
hans maier (eu-phobie) - 20.09.2006 10:40 Uhr

diskriminierung

niemand darf aufgrund einer krankheit benachteiligt werden .... also mädels - ran mit der eu-antidiskriminierungsrichtlinie und klagt.

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Stefan Kaupisch

Was für ein niveauloser Hetzartikel!

Ein ungewohnt niveauloser Text für eine überregionale Zeitung wie die FAZ. Wenn man die reißerischen Hetz-Bildunterschriften der Photos liest, könnte man glauben, man sei bei bild.de gelandet. Soviel Haß auf die Schlankheit und offen formulierte Aggression hat man lange nicht gesehen. Wow. Damit offenbaren die Autoren aber lediglich ihren eigenen Wahn. Fühlen sie sich etwa insgeheim selber zu dick?

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Stefanie Neubert

Gute Initiative!

Ich finde die Initiative von Madrid gut! Als ich mir die Bilder der letzten Sao Paulo Fashion Week ansah, war ich entsetzt. Die Mädchen dort waren nicht schlank, sondern rappeldürr.

Ich frage mich ohnehin, wo der Werbeeffekt für die Designer liegen mag. Diese dürren Gestalten vermitteln mir als vollkommen druchschnittlich grosser, normal-schlanker Frau nur das Gefühl, dass ich die Sachen nicht tragen kann ohne lächerlich auszusehen - zu kurz und zu kurvenreich. Lässt sich die Grösse der Modells ja noch durchaus vernünftig begründen , so habe ich doch für diese übertriebene Magerheit kein Verständnis. Natürlich gibt es auch einige Frauen, die von Natur aus so sind (manchmal sind die auch gar nicht so glücklich darüber), aber mal ehrlich: wieviele denn? Doch nur eine handvoll. Es vermittelt wirklich ein vollkommen falsches Bild darüber, wie Frauen aussehen sollten - nicht nur auf den Laufstegen, auch in Modezeitschriften, etc.

Ich finde schade, dass diese Modell nicht Schule macht!

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