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Veröffentlicht: 02.05.2017, 14:19 Uhr

Eichenprozessionsspinner Mit Hubschraubern gegen giftige Raupen

Schon 2013 ist die Stadt Frankfurt den Raupen des Eichenprozessionsspinners mit Gift zu Leibe gerückt. Nun ist es wieder soweit. Das hat gesundheitliche Gründe.

© dapd Ihre Ahnen sind von der Iberischen Halbinsel nach Hessen gekommen: Eichenprozessionsspinner-Larve, deren Haare heftige Allergien auslösen

Die Stadt Frankfurt will knapp 200 Hektar ihrer Parkanlagen und Wälder vom Eichenprozessionsspinner, einer giftigen Raupe, befreien. Dazu sollen Hubschrauber ein biologisches Präparat über den Flächen ausbringen, wie das Grünflächenamt am Montag mitteilte.

5000 Eichen im Stadtgebiet werden zusätzlich vom Boden aus besprüht. Die Hubschrauber starten, sobald die Witterung es zulässt - ursprünglich war die Aktion für diesen Dienstag geplant, wurde wegen des Regenwetters aber verschoben.

Allergieauslösende Härchen

Obwohl die Substanz laut Grünflächenamt völlig ungefährlich für Menschen ist, werden die Gebiete, die überflogen werden sollen, kurzfristig abgesperrt. Die Härchen des Eichenholzspinners können bei Menschen starken Juckreiz und allergische Reaktionen bis hin zu Atemnot hervorrufen.

Den Angaben zufolge hat sich die Raupe infolge des Klimawandels aus dem Mittelmeerraum zunehmend auch in nördlicheren Regionen bis hin ins Rhein-Main-Gebiet ausgebreitet. Frankfurt hatte die Raupen schon 2013 besprüht.

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