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Gesundheitsstudie : Wir werden immer älter

  • -Aktualisiert am

Auch im Alter noch fit und aktiv: Zwei Rentnerinnen versuchen sich in einem Leipziger Park an einem Fitnessgerät. Bild: dpa

Menschen leben immer länger: Einer Studie des Projekts Global Burden of Disease zufolge ist die Lebenserwartung auf der Welt in den letzten Jahrzehnten um etwa zehn Jahre gestiegen. Dies hat vor allem drei Gründe.

          In den vergangenen 35 Jahren ist die Lebenserwartung auf der Welt um etwa zehn Jahre gestiegen. Bei einer Studie des Projekts Global Burden of Disease (GBD) beobachteten Wissenschaftler einen Rückgang von Infektionskrankheiten wie HIV/Aids und Malaria. In den Jahren 2005 bis 2015 sank die Zahl der Todesfälle durch HIV/Aids auf der ganzen Welt um 42 Prozent.

          Die Zahl der Todesfälle durch die Tropenkrankheit Malaria nahm in den vergangenen zehn Jahren um etwa 43 Prozent im Vergleich zu den Jahren 1995 bis 2005 ab. Wie die Auswertung von 300 Krankheiten in fast 200 Ländern ergab, steigerte sich in den vergangenen 25 Jahren auch die Lebenserwartung von Kindern in ärmeren Ländern.

          Die Autoren der GBD-Studie unter Führung des Direktors des Instituts für die Messung und Evaluierung von Gesundheit (IHME) an der amerikanischen Universität von Washington, Christopher Murray, schrieben die erhöhte „Life expectancy“ unter anderem Impfungen, Ernährung und Hygiene zu. Im Jahr 2015 starben auf der Welt 5,8 Millionen Kinder im Alter bis vier Jahren, etwa die Hälfte der Kinder der Altersgruppe im Jahr 1990.

          Übergewicht und Alkoholmissbrauch nimmt zu

          Gleichzeitig registrierte die Forschergruppe mit etwa 1800 Wissenschaftlern aus fast 130 Ländern eine steigende Zahl von Patienten mit Übergewicht und erhöhtem Blutzuckerspiegel. Auch Alkohol- und Rauschgiftmissbrauch nahmen zu. „Der Grad der Entwicklung eines Landes steuert Gesundheit, bestimmt sie aber nicht“, sagte IHME-Direktor Murray bei der Vorstellung der Studie in dieser Woche. „Einige Länder haben sich schneller erholt, als sich durch Einkommen, Bildung und Fruchtbarkeit erklären lässt. Andere, wie auch die Vereinigten Staaten, sind weit weniger gesund, als sie angesichts ihrer Ressourcen sein sollten.“

          Viele Risikofaktoren verschlimmerten sich durch schlechte Ernährung, mangelnde Bewegung und Rauchen. So stellte Bluthochdruck im Jahr 2015 den größten Risikofaktor dar, gefolgt von Nikotinkonsum, erhöhtem Blutzuckerspiegel und zu hohem Körpermasse-Index. Bereits sieben von zehn Todesfällen gehen laut der GBD-Studie inzwischen auf nicht-ansteckende Erkrankungen wie Diabetes, Schlaganfälle, Herzkrankheiten und Rauschgiftsucht zurück. Insgesamt steigerte sich die Lebenserwartung in den Jahren 1980 bis 2015 weltweit aber von durchschnittlich 62 auf fast 72 Jahre.

          Quelle: F.A.Z.

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