30.07.2008 · Die Stadt Los Angeles hat dem Fastfood den Kampf angesagt und die Neueröffnung von Burger-Buden verboten - aber nur in einem armen Einwandererbezirk, in dem die meisten Menschen an Fettsucht leiden. Die Stadt will jetzt Geschäfte ansiedeln, die gesündere Kost anbieten.
Der Stadtrat von Los Angeles hat am Dienstag ein Verbot neuer Fastfood-Restaurants im Stadtteil South Los Angeles beschlossen. Der vorläufige Stopp für die Eröffnung von Schnellimbissbuden soll zunächst ein Jahr gelten, berichtete die „Los Angeles Times“ am Mittwoch.
In dieser Zeit will sich die Stadt darum bemühen, Restaurants und Geschäfte, die gesündere Kost anbieten, in der betroffenen Region anzusiedeln. Das Fastfood-Verbot in South Los Angeles soll langfristig zu einer besseren Ernährung der Anwohner führen.
30 Prozent leiden an Übergewicht
In dem Bezirk mit einer halben Million Menschen, der südlich an die Innenstadt von Los Angeles angrenzt, leben viele Schwarze und Latinos. Einer Studie zufolge leiden 30 Prozent der Kinder in South Los Angeles an Übergewicht, fünf Prozent mehr als der Durchschnitt der Kinder in der Millionenmetropole.
Vertreter von Fastfood-Ketten hatten gegen das Verbot protestiert. Sie würden Arbeitsplätze schaffen und hätten in den letzten Jahren auch gesündere Lebensmittel in ihr Angebot
aufgenommen, argumentierten die Unternehmen - vorerst ohne Erfolg.