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Köln Katholische Kliniken entschuldigen sich bei Patientin

 ·  Eine Welle der Empörung ist über die beiden katholischen Kliniken in Köln hereingebrochen, die eine junge, offenbar vergewaltigte Frau abgewiesen hatten. Die Träger entschuldigten sich für das „Missverständnis“. Nun wird über rechtliche Folgen diskutiert.

Artikel Bilder (1) Lesermeinungen (50)
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Jonas Müller-Hübenthal

Was sind die Fakten?

Mehrere Berichte schreiben die Frau sei auf einer Parkbank in Kalk aufgewacht - das ist die andere Rheinseite. Da fragt man sich warum ausgerechnet die katholischen Kliniken weiter weg gefragt wurden. Express schreibt daß Frauen wohl mehrfach bei diesen Kliniken die "Pille danach" angefragt und auch erhalten hätten nur um anschließend diese Kliniken beim Erzbistum zu verpetzen. Mich stört immer wieder diese Empörungsrhetorik statt erstmal die Fußarbeit einer vernünftigen Recherche zu machen.
Um eines klarzustellen: selbst wenn ich nicht gewillt bin die Pille danach zu verschreiben (war übrigens durch die Notärztin schon geschehen) MUSS ich die medizinische Versorgung übernehmen. Daran gibt es nichts zu rütteln.
Entgegen aller Medienschelte bin ich der Ansicht daß die katholische Kirche durchaus das Recht hat die "Pille danach" nicht zu verschreiben. Genauso übrigens wie jeder Mensch das Recht behalten sollte sich gegen Organtransplantation zu entscheiden.

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Klaus Letis

Das interessanteste sind die Kommentare

Offensichtlich gibt es einen Widerwillen gegenüber der kath. Kirche.
Man scheint sich an bestimmten Dogmen zu reiben:

- Einstellung zur praktizierten Homosexualität
- Sicht auf das ungeborene Leben
- Zölibat
- Hierarchische Strukturen

Religiöser Hass war schon immer ein Problem der Deutschen

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Falko Steinbach

Antwort

Das St. Vinzenz Krankenhaus liegt in Nippes in der Merheimer Str., das Heilig - Geist Krankenhaus liegt in Longerich in der Graseggerstr, zu erreichen über die Neußer Str., zwischen beiden Krankenhäusern liegt der Stadtteil Weidenpesch. Die Uniklinik liegt gleich außerhalb der Innenstadt in Lindenthal in der Kerpener Str., zu erreichen über die Innere Kanalstr. Zwischen St. Vinzenz und der Uniklinik liegt der Stadtteil Ehrenfeld. Die Fahrzeit von St. Vinzenz aus ist vermutlich in etwa gleich. Das evangelische Krankenhaus ist mir nicht bekannt.

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gert kock
gert kock (gertKo) - 20.01.2013 19:49 Uhr

Hat eigentlich jemand Ortskenntnisse und kann einmal darlegen wo

sich
-die Notdienst Praxis
-dieses St. Vinzenz Krankenhaus
-die Uni-Klinik Köln
-das erwähnte evangelische Krankenhaus
-und das andere katholische Krankenhaus
befinden ?

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Herr Fischer, wenn Ihr Stil die heutige Diskussionskultur in der CDU widerspiegelt

dann wird diese Partei sich fragen lassen müssen, wie sie konservativ katholische Wähler in Zukunft noch halten will. Offenbar haben sich "progressive" Kräfte, wie Sie, in der CDU längst von allen konservativen Positionen verabschiedet und suchen eine Allianz mit den GRÜNEN und deren Weltbild.

Dafür glaubt man auch die Katholische Kirche schleifen zu müssen, um den Weg für diese Allianz frei zu machen. Die Brutalität, mit der dabei vorgegangen wird, übertrifft noch die der GRÜNEN Ikonen, wie Trittin und Co.

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Antworten (2) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 21.01.2013 10:13 Uhr
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Herr Fischer, ich teile da die Auffassung des Papstes

Aber das Sie nun ausgerechnet den Papst zu Ihrem Gewährsmann machen, erstaunt mich nun doch, bezeichnen Sie ihn doch sonst nur als "Führer", der einer Demokratisierung der Katholischen Kirche im Sinne der Bewegung "Wir sind Kirche" im Wege steht.

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Wirklich schlimm, Herr Fischer,

Sie sollten sofort aus diesem Sündepfuhl austreten!

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Falko Steinbach

urteilen-verurteilen-beurteilen

Daß die katholische Kirche und ihre Mitglieder Werte vertreten und versuchen, nach bestem Wissen und Gewissen mit allen Unzulänglichkeiten danach zu leben ist vollkommen legitim und gilt für alle Religionen. "Richten" oder "urteilen" bedeutet hier, sich nach diesen Werten auszurichten. Es bedeutet nicht "verurteilen". Das gilt weder für das verzweifelte Vergewaltigungsopfer noch für die verunsicherten Angestellten des Krankenhauses. Verurteilen kann nur Gott, und dieser Vorgang entzieht sich unserer Beurteilung und unserem Vorstellungsvermögen. Wir glauben als Christen an einem versöhnlichen Gott und nicht an einen strafenden. Ist das nicht wunderbar?

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Klaus Letis

Die Sicherung von Beweismitteln nach einer Vergewaltigung ist Sache einer Uni-Klinik

(Wenn verfügbar)

In Köln gibt es eine. Mit den entsprechenden Experten.
Warum hat die Notärztin dies nicht bedacht? Die MUSS so etwas wissen.

Warum haben die Medien dies nicht dargestellt?

Es bleibt bei einer schnellen Verurteilung und der Suche nach gerade passenden Skandalen. (Katholiken-Bashing)

Die öffentlich-rechtlichen Medien (Radio und TV), die sich dieser Hetze angeschlossen haben, sind völlig unglaubwürdig geworden. Wo bleibt deren Recherge, wenn die Bürger schon 18Eur/Monat bezahlen sollen.

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 20.01.2013 17:59 Uhr
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Heute vor der Kirche? - Was soll diese hetzerische Ausdrucksweise

Ist das nicht auch Ihre Kirche, wie Sie an anderer Stelle betonten.

Natürlich können katholische Kliniken keine ärztliche Hilfe oder Notversorgung verweigern, das geben die Richtlinien auch nicht vor, im Gegenteil. Wenn tatsächlich Ärzte(innen) eine solche Hilfe verweigert haben sollten, dann wäre das in der Tat ein schweres Fehlverhalten.

Was mich aber immer noch irritiert, ist, warum spricht die Notärztin, die den Vorgang doch für gravierend hielt, dies nicht bei der Klinikleitung umgehend, will heißen zeitnah an, die Notärztin steht doch in keinem Abhängigkeitsverhältnis zu den Kliniken, sie ist da nicht angestellt. Warum liegt kein Schriftwechsel vor? So belastet sie rückwirkend zwei Ärztekollegen(innen) schwer, allein auf Grund von geführten Telefonaten, über deren genauen Wortlaut niemand sich ein objektives Bild machen kann.

Die Notärztin klärt nichts, sondern wartet ab und bringt den Vorgang erst 4 Wochen später, mit gutem Timing, an die Presse.

Warum?

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Günter Gladis
Günter Gladis (poetnix) - 20.01.2013 11:24 Uhr

Appendix

Ich fürchte mich vor dem Tag, an dem die katholische Kirche herausfindet, dass der Appendix auch irgendwie der kristlichen Glaubenslehre unterworfrn werden muss.

Die Menschenverachtung in Namen des Glaubens hat immer schon breitesten Raum
im Christentum eingenommen.

Ich wundere mich nur, wie man heute noch mit dieser Realitätsverweigerung als Organisation überleben kann.

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Jupp Grüner

Das Problem sind ein Großteil der Christinnen

Würden die hierzulande lebenden Christinnen mal den Vergleich Evangelisch zu Katholisch in Bezug auf die Stellung der Frau hin ziehen würden und einfach mal zum "Besseren" wechseln würden, gäbe es das Problem mit katholischen Kliniken mangelns Mitgliedern nicht.

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Jan Frisch

Dieser Fall zeigt eines ganz klar:

Sollte die katholische Kirche ihre menschenfeindliche, obsolete Haltung nicht binnen Jahresfrist klären, dann sind sie in einem Rechtsstaat, wie der unsrige noch immer vorgibt zu sein, als Träger von Gesundheitseinrichtungen jedweder Art untragbar. Und dann ist der Alt-Herren Club mit Lizenz zum unter die Soutane greifen vollends am Ende und kann den Selbstzerstörungsknopf betätigen. Für derlei Gestalten wie unseren Klerus ja immerhin ein vermeintlicher Karrieresprung.

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Raika Geng
Raika Geng (Lailaps) - 19.01.2013 17:13 Uhr

Buchstaben versus Tat

Der Mann aus Nazareth entlarvte die Unterlassung einer Hilfeleistung aus einer höheren, dem Buchstaben verpflichteten (!) Moral heraus als Schein-Heiligkeit, als er in dem bekannten Gleichnis den Priester und den Leviten dem weniger angesehenen Samariter mit seiner tätigen (!) Nächtenliebe gegenüberstellte.

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Das wirklich Groteske ist, das Leute wie Herr Fischer und andere,

die ohne Kenntnis des genauen Hergangs ein moralisches Kesseltreiben gegen katholische Einrichtungen veranstalten, nur weil sie katholisch sind, gleichwohl die Ersten sind, die sich im Falle eines Zipperleins sofort in einem dieser bösen katholischen Krankenhäusern behandeln lassen, da man allgemein weiß, dass dort die Behandlung und der menschliche Umgang am Besten sind.

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Horst Rachinger

Nur eine Frage

Wie definiert man "kriminelle Vereinigung"?

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Klaus Letis

Eine Frau, die möglicherweise Vergewaltigt wurde, darf nicht abgewiesen werden

Punkt.

Den Mitarbeitern, die sich diesen Fauxpas geleistet haben, gehören dienstrechliche Folgen.

Außerdem muss man fragen, ob diese Mitarbeiter überhaupt für ihren Job geeignet sind.

Ansonsten handelt es sich um das übliche Katoliken-Bashing.

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 22.01.2013 20:52 Uhr
Klaus Letis

Herr HANS-PETER FISCHER

Sie möchten mehr Aufmerksamkeit?
Bitte schön

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Herbert Sax
Herbert Sax (H.Sax) - 19.01.2013 13:07 Uhr

In diesen beiden Krankenhäusern herrscht religiöse Repression

Die Reaktion der angerufenen Ärztin war von Angst vor der Entlassung geprägt, weil dies wohl zuvor schon passierte. Kein Arzt würde ohne Angst solch eine Hilfestellung ablehnen. Der kath. Moralkodex den die beiden Krankenhäuser von der Kommission bekamen ist wohl so einschüchternd, dass der vorauseilende Gehorsam der Ärzte, jeden potentiellen Konflikt vermeiden wollte, auch wenn es in diesem Fall gegen die ärztliche Ethik ging. Wir sollten den Fall auch nicht isoliert sehen. Was hier passiert ist, ist eine Petitesse gegen dem was alltäglich in erzkatholischen Ländern passiert in denen die Kirche noch ein hohes Machtpotential hat, wie Irland, den Philippinen und einigen Ländern in Afrika und Südamerika. Hier bei uns hat die Kirche eher Kreide gefressen, aber nicht weil es ihr schmecken würde, sondern weil wir ihr die Kreide serviert haben. Dort wo das nicht der Fall ist testet sie tagtäglich aus wie weil theologische Rigorosität praktizierbar ist, zum Schaden der dortigen Bevölkerung.

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Helene Kowitz
Helene Kowitz (Kowitz) - 19.01.2013 11:52 Uhr

Katholische Krankenhäuser müssen sich nicht entschuldigen!

Die Diskusssion ist offensichtlich losgetreten worden , um katholische Krankenhäuser in ein schlechtes Licht zu stellen. In Städten, in denen es eine landeseigene Klinik gibt wie in Köln die Uni-klinik, ist diese Klinik für die Erhebung der Beweise und Sicherstellung der Beweise einer Vergewaltigung zuständig. Die Landes- oder Kommunal- Krankenhäuser haben auch den ausreichenden Ärzte-Personalschlüssel, um diese doch recht zeitaufwendige Untersuchung und Sicherstellung zu jeder Zeit zu gewährleisten. Auch können sie den Arzt, der die Untersuchung durchgeführt hat, bei einer evtl. Gerichtsverhandlung für die Zeugenaussage einen halben Tag freistellen, was bei dem knappen Personalschlüssel der kirchlichen Krankenhäuser sofort zur Einschränkung der aktuellen Patienten - Versorgung führen würde. Das alles muß die Notärztin gewußt haben, als sie ihre Fernsehinterviews gab. In Münster werden Frauen mit Verdacht auf Vergewaltigung direkt in der Uni-Frauenklinik vorgestellt.

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Antworten (2) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 19.01.2013 22:48 Uhr
serena Di Montenero

Utopia

Was bieten denn die kommunalen Krankenhäuser in Münster, dass sie über einen so guten Stellenschlüssel verfügen? In der Krankenhausrealität gibt es nachts häufig nur einen Diensthabenden. Und dieser kann nicht einen reinen Pflegefall, womöglich aus einem kath. Seniorenheim, ins kath.Krankenhaus "abschieben, weil es zu zeitaufwendig ist.
Was ist mit Frauen, die das Pech haben, nicht in Grossstädten zu leben, sondern auf dem flachen Land ? Auch erst die Suche nach einer Uniklinik, und den Notarzt so lange binden, weil nicht das nächste kath. Krankenhaus angefahren werden kann?
Wenn die Versorgung in kath. Spitälern gleich so gefährdet ist, wenn ein Arzt für eine Verhandlung freigestellt wird, was passiert dann im Krankheitsfall ? Soll ich dann als Patientin vorher erst den aktuellen Krankenstand abfragen, um gesundheitliche Schäden zu verhindern? Und sind die Angestellten dort Sklaven ohne Urlaub? Insgesamt also keine schlüssigen Gründe, die Sie anführen.

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"Die schaffen die selber, gell?"

Nein, man interpretiert sie nur entsprechend ideologisch.

War übrigens in der Tat eine höchst effiziente Stasi-Methode, insbesondere gegen die Kirchen wohlerprobt.

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Rolf Jakober
Rolf Jakober (ro-ja) - 19.01.2013 11:42 Uhr

"Neue Erkenntnisse in Kölner Klinik"

Unter diesem Titel steht in der gedruckten FAZ heute:
Wie der „Kölner Stadt-Anzeiger“ in seiner heutigen Ausgabe berichtet, soll sich vor der Abweisung des Vergewaltigungsopfers eine Abtreibungsgegnerin in einer Notfallpraxis auf dem Gelände des katholischen St.-Vinzenz-Hospitals als Patientin ausgegeben und, nach angeblich ungeschütztem Sex, die „Pille danach“ verlangt und auch bekommen haben. Danach habe sie den Vorgang dem Erzbistum Köln gemeldet, so die Zeitung. Sie beruft sich dabei auf den Sprecher der Cellitinnen, Christoph Leiden. Die Angst vor solch arglistiger Täuschung soll die katholische Krankenhaus-Stiftung der Cellitinnen dann mitbewogen haben, ihre Richtlinien für die Betreuung von Frauen mit Verdacht auf ungewollte Schwangerschaft neu zu fassen. Daraufhin hatten zwei Kliniken der Cellitinnen Mitte Dezember ein Vergewaltigungsopfer mit der Begründung abgewiesen, die Behandlung hätte womöglich eine Aufklärung über die „Pille danach“ beinhaltet.

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Es wäre wünschenswert,

wenn wenigsten die FAZ wieder zu einer seriösen Berichterstattung finden würde.

Wie der Leiter der Kliniken belegt, gibt es keine Anweisung, Notfallopfer im Fall einer Vergewaltung ärztliche Hilfe zu verweigern. Die Darstellung des Vorgangs beruht allein auf zwei geführten Telefonaten, die sehr wohl missverständlich verlaufen sein können. Unstreitig handelt es sich um einen einmaligen Fall, andere Fälle sind nicht bekannt. Merkwürdig finde ich weiterhin, dass genau in der Woche, in der medial so intensiv über das Zerwürfnis mit dem Kriminologen Pfeiffer berichtet wird, auf einmal diese Fälle auftauchen und vorher noch kein einziger.

Mich entsetzt mittlerweile die Berichterstattung.

Im Fall der angeblich schon gezündeten Bombe in Bonn stellte sich später heraus, dass diese Bombe gar keinen Zünder hatte, der gezündet haben könnte.

Im Fall Sebnitz wurde berichtet, ein ganzes Dorf habe einem Mord an einem ausländischen Kind im Schwimmbad zugesehen, was gar nicht stimmte.

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Antworten (3) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 20.01.2013 19:53 Uhr
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Das, Herr Fischer, hätte Lenin nicht besser formulieren können

Der "Befangene" kann seinen Irrtum einfach nicht erkennen, er vertritt daher aus geschichtlicher Notwendigkeit die falsche, sprich reaktionäre Position und ist nicht ernst zu nehmen.

Ich wusste gar nicht, Herr Fischer, dass heute in der CDU eine derart glasklare leninistisch-marxistische Argumentationstechnik vertreten wird.

Tja, die CDU ist halt im Wandel und ob sie damit am Ende mehr als weniger Wählerstimmen erhält, wer weiß, die letzten Landtagswahlen sprechen deutlich für letzteres. Wenn, dann wählen halt die Leute lieber das Original (Ihren Koalitionsfavoriten), war schon immer so.

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"Wie jeder lesen kann, habe ich anderes geschrieben"

Lesen Sie einfach noch mal Ihren Kommentar durch, Herr Fischer.

Wenn Herr Deckers nach Ihrer Auffassung verständlicherweise(!!), weil ehemaliger Jesuitenschüler, nicht unbefangen(!!) berichten kann, unterstellen Sie doch, dass es unlauter sei, wenn er es trotzdem tut oder etwa nicht?

Ich bin wirklich immer wieder erstaunt, wie munter Sie da mit Unterstellungen arbeiten.

Ist das heute in der CDU so Standard - brutalst mögliche Aufklärung sozusagen.

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"neutral und unbefangen"

Sie unterstellen also einem promovierten Redakteur der FAZ Unlauterkeit in der Berichterstattung, weil er Jesuitenschüler war?

Sie ziehen da aber sehr merkwürdige Kriterien zur Wahrheitsfindung heran.

Offenbar fällt Ihnen bei Ihren "engagierten" Stellungnahmen nicht einmal auf, dass Sie eine persönliche Beleidung an die andere Reihen und reinste Demagogie betreiben.

Ich würde sagen, entspannen Sie sich einmal, gehen ein wenig spazieren und bedenken, das am Ende auch eine mediale Suppe nicht so heiß gegessen werden kann, wie sie gekocht wurde.

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Nichts Konkretes dafür aber viel Mumaßungen mit gutem Timing

"Für die erfahrene diensthabende Ärztin war der Fall klar: Die junge Frau war offenbar mit K.o.-Tropfen betäubt und vermutlich vergewaltigt worden."

Dieser Satz findet sich, so ganz nebenbei im Anfang des Artikels zu dem Vorfall in der FAZ. In der Welt war dann noch ein Bild zum Artikel eingefügt, wo die Ärztin sehr ernst in die Kamera blickt.

Was ist denn zum Sachverhalt bekannt:
1.) Die junge Frau ging selbst nicht davon aus, K.O Tropfen erhalten zu haben oder vergewaltigt worden zu sein
2.) Die Berichterstattung fusst auf der Darstellung einer Allgemeinmedizinerin zu geführten Telefonaten
3.) Es wurden von der Ärztin keine Notmassnahmen eingeleitet

Hierzu folgende Fragen:
1.) Warum schickt eine "erfahrene Notärztin" eine Frau in eine Katholische Klinik, um sich dort ein Abtreibungsmittel verschreiben zu lassen
2.) Waraus ergibt sich, dass die Darstellung zu den Telefonaten richtig ist
3.) Haben sich die Annahmen der Ärztin als richtig erwiesen
4.) Gab es solche Vorfälle schon

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Antworten (5) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 19.01.2013 18:15 Uhr
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"Ihr durch Ihr Profilbild unterstrichenes Wahrheitsverständnis"

Was darf ich mir denn unter meinem "Profilbild" vorstellen, Herr Fischer?

Warum sollte sich die Klinikleitung nicht entschuldigen, unabhängig vom genauen, ohnehin nicht zu klärenden Sachverhalt. Die Telefonate sind ja schließlich nicht aufgezeichnet worden. Zudem kann man sich die mediale Entrüstung ausmalen, wenn die Klinikleitung sich nicht sofort entschuldigt hätte.

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gert kock
gert kock (gertKo) - 19.01.2013 10:54 Uhr

Ärtzte haben immer im Interesse ihrer Patienten zu handeln, Herr Hans-Peter Fischer !!!

Somit hatte sich aus der Situation ein unmittelbarer Klärungsbedarf ergeben. Daher hätte der Dienstweg sofort verfolgt werden müssen !!! Dieser beinhaltet Beschwerde an die Klinikleitung ggf. Beschwerde and den Ärzte Bund weiterleiten. Wenn es um das Wohl der zukünftigen Patientnnen/Gewaltopfer geht, kann man es nicht dem Zufall überlassen. Man kann nicht darauf spekulieren, ob eine Zeitung irgendwann mal darüber berichtet.
Das gilt ebenso für die im Krankenhaus diensthabende Ärtzin. Die Berufsethik eines Arztes hat immer Vorrang vor anderen vermeintlichen Zwängen zu haben. Im Konfliktfalle musste das mit der Klinikleitung oder dem Ärztebund kommunizert werden. Dafür ist der Ärztebund da, um seine Mitlglieder in einem solchen Fall zu schützen und zu unterstützen. Ein Arzt, der wegen vermeintlicher Jobängste "unterlässt", disqualifiziert sich. Das wäre dann auch jemand mit der Mentaltät des Wegschauens bei diverse Medizinskandalen.

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In habe gar nichts in Abrede gestellt, Herr Fischer

Ich habe lediglich darauf hingewiesen, dass der geschilderte Sachverhalt auf keinen Skandal schließen lässt, es vielmehr zu nicht näher klärbaren Telefonaten mit Klinikpersonal gekommen ist, in denen für die Äztin der Eindruck entstand, die bislang gängige und in den Richtlien festgelegte Praxis habe sich geändert.

Warum die Äztin trotz dieser für sie schweren Irritationen den Sachverhalt nicht umgehend mit der Klinikleitung (auch schriftlich) abklärte, eventuell unter Hinzuziehung der Ärztekammer, ist in der Tat völlig unverständlich, zumal sie sich 4 Wochen später noch immer empört zeigt.

Warum erweckt die Ärztin ohne Rücksprache und Klärung mit der Klinikleitung, obwohl es vorher nie zu solchen Problemen kam, in Presse den Eindruck, der Vorgang sei gängige Praxis dieser Kliniken. Sie musste doch wissen, dass das nicht stimmt.

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"Die Kliniken und das Bistum Köln haben das doch alles selbst so bestätigt"?

Wörtlich heißt es in dem Artikel, Herr Fischer:

"Wieso es zu dem „Missverständnis“ kam, kann er aber nicht erklären.
...
Klinik-Sprecher Leiden sagte, vor dem Fall Mitte Dezember sei es bei der Behandlung von Vergewaltigungsopfern nie zu Problemen gekommen. Es habe stets eine enge Abstimmung zwischen der Notfallpraxis und dem St.-Vinzenz-Krankenhaus gegeben. „Die Patientin ist zur Erstversorgung zum Notfallarzt gegangen, der sie dann ins Krankenhaus geschickt hat. Dort ist die Spurensicherung gemacht worden, und danach hat die Patientin sich wieder in die Notfallpraxis begeben, wo sie die ,Pille danach’ bekommen hat, wenn sie es wünschte.“ Dieses Prozedere habe sich über Jahre hinweg bewährt. Wieso es in diesem Fall nicht funktioniert habe, werde gerade untersucht.""

Wie die Telefonate genau abgelaufen sind, ist also weiter völlig unklar.

Nehmen Sie doch einfach zur Kenntnis was der Klinikleiter zur gängigen Praxis in den Katholischen Kliniken sagt.

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gert kock
gert kock (gertKo) - 19.01.2013 09:33 Uhr

5. Warum wurde das erst 4 Wochen später via Zeitung thematisiert, gibt es keinen "Dienstweg" ?

Es wäre doch naheliegende gewesen unmittelbar nach dem Vorfall bei dem St.Vinzenz Krankenhaus beschwerde einzureichen und um eine Stellungnahme zu bitten. Besonders wenn man in solchen Fällen vorher schon mit diesem Krankenhaus positiv zusammengearbeitet hat und in Hinblick auf zukünftige Fälle sofort ein dringender Klärungsbedarf besteht und nicht irgendwann Wochen später via Zeitung. Des Weiteren hätte eine Beschwerde und der Hinweis auf Klärungsbedarf beim Ärzteverbund eingereicht werden müssen, falls die Kommunikation mit dem St. Vinzenz Krankenhaus negativ verlief. Warum wurde dieser "Dienstweg" nicht direkt beschritten ?
Es wäre im Interesse von zukünftigen Patientinnen/Gewaltopfern gewesen ?

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Henrich Tiessen

Wer finanziert die betroffenen Kliniken?

Was die Katholische Kirche tut, ist m. E. ihre eigene Angelegenheit, sofern sie nicht unsere Rechts- und Verfassungsordnung verletzt. Wichtig wäre, dass sie Kliniken, die in der sie ihre theologischen Grundsätze durchsetzt, auch selbst unterhält und finanziert und kein Bürger darauf angewiesen ist, diese Kliniken zu nutzen, sondern er genügend "säkulare" Kliniken zur Verfügung hat. Wer finanziert also die betroffenen katholischen Kliniken?

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Antworten (3) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 19.01.2013 11:27 Uhr
franz  feldmann

Herr Stauf, konkret

wurden die beiden Kliniken im vorliegenden Fall teleph. durch den notärztl.Dienst angefragt und nicht durch die junge Frau! Dh. dieser Ärztl.Dienst hätte infrastrukturell wissen müssen, bei welchen Kliniken er mit WAS vorstellig werden kann und sich diese 2 Telephonate (und die nachherige Echauffierung !) sparen können. Ganz offensichtlich ist hier ein Procedere unterlaufen worden, um irgendetwas Bestimmtes zu provozieren!

Falls die Pat. aber selbst im Kkhs. vorstellig geworden wäre, hätten die Kollegen selbstverständlich eine weitergehende Sorgfaltspflicht, die nicht damit endet, der traumatisierten Pat. irgendeinen Beschluss zu verkünden, sondern die einschließen würde, eine geeignete Klinik /Praxis zur Weiterbehandlung zu kontaktieren/ zu vermitteln. Dazu bedarf es eigentlich noch nicht einmal eines ärztl. Berufsethos, sondern allein eines menschl. anständigen Verhaltens.

Konkret fand aber nur ein Telephonat unter Kollegen statt, bei dem die Klinikärzte an andere Kliniken verw.

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Ulrich Stauf
Ulrich Stauf (DH7XU) - 19.01.2013 08:03 Uhr

Herr Tiessen, Sie übersehen,

dass im konkreten Fall ein Vergewaltigungsopfer kaum fähig ist, in seiner Situation überhaupt eine Wahl der Klinik treffen zu können. Mindestens insoweit hat sich die Kirche den allgemein gültigen Regeln der ärztlichen Versorgung anzupassen und ihre Indoktrinationen zurückzustellen!

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Klaus D. Wolf
Klaus D. Wolf (LaoK) - 18.01.2013 21:32 Uhr

Finanzierung

Wie gestern in den ÖR zu hören war, werden diese Kliniken zu 100% aus Steuermitteln, also von uns allen, finanziert. Dies ist bei "kirchlichen" Einrichtungen (Kindergärten, Altenheime, pp.) überwiegend der Fall. Auch kath. Schulen bekommen, wenn sie staatl. anerkannt sind, die gleichen finanziellen Mittel wie die öffentlichen Schulen. Die Kirchen brüsten sich häufig mit den sozialen Einrichtungen, die sie betreiben, aber sie finanzieren sie überwiegend nicht. Wüeden sich die Kirchen aus diesem Sektor zurückziehen, wie sie es manchmal androhen, würde das Weiterbetreiben durch den Staat nur geringe Mehrkosten für den Staat verursachen. Aber den Mitarbeitern ginge es besser, da sie dann nicht mehr von den "Kirchenverordnungen" abhängig und reglementiert werden würden.

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18.01.2013, 16:19 Uhr

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