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Jugendliche Raucher : Jeder fünfte hat schon E-Shishas ausprobiert

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Geschmacksrichtungen wie Mango, Apfel und Kaugummi: E-Shishas sind bei Jugendlichen beliebter denn je Bild: dpa

Die Zahl junger Raucher von E-Zigaretten bereitet der Regierung Kopfzerbrechen. Die Drogenbeauftragte fordert ein Verbot der Produkte und warnt besonders vor sogenannten E-Wasserpfeifen.

          Die Zahl jugendlicher Raucher geht seit Jahren zurück. Mit weniger als zehn Prozent der Zwölf- bis Siebzehnjährigen hat sie nach Angaben der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung vom Donnerstag inzwischen einen Tiefpunkt erreicht – ein Erfolg, den sie auch ihren Aufklärungskampagnen zuschreibt.

          Allerdings macht den Fachleuten der wachsende Konsum elektronischer Zigaretten und vor allem Wasserpfeifen zunehmend Kopfzerbrechen. „Das zunehmende Ausprobieren von E-Shishas und E-Zigaretten bei den Jüngeren ist für uns Anlass zur Besorgnis“, sagte Heidrun Thaiss, die Leiterin der Bundeszentrale. Es gebe eine halbe Million Jugendlicher, die noch nie eine Tabakzigarette geraucht, aber bereits E-Produkte konsumiert hätten. Drei von vier Jugendlichen seien E-Shishas bekannt, einer von fünf habe sie probiert.

          Das berge die Gefahr des Einstiegs zum Rauchen von Tabak. Die oft bunt bedruckten Packungen der mit unterschiedlichen Geschmacksrichtungen wie Mango, Apfel oder Bubble Gum angebotenen E-Shishas spielten bei Jugendlichen eine größere Rolle als E-Zigaretten. Jungen griffen öfter danach als Mädchen. Die Drogenbeauftragte der Bundesregierung, Marlene Mortler (CSU), bekräftige ihre Forderung nach einem Verbot der Produkte. Von den teils kaum bekannten Zusatzstoffen gingen gesundheitliche Gefahren aus. Sogar krebserregende Inhaltsstoffe seien nachgewiesen worden.

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