http://www.faz.net/-gum-83v51

Jugendliche Raucher : Jeder fünfte hat schon E-Shishas ausprobiert

  • Aktualisiert am

Geschmacksrichtungen wie Mango, Apfel und Kaugummi: E-Shishas sind bei Jugendlichen beliebter denn je Bild: dpa

Die Zahl junger Raucher von E-Zigaretten bereitet der Regierung Kopfzerbrechen. Die Drogenbeauftragte fordert ein Verbot der Produkte und warnt besonders vor sogenannten E-Wasserpfeifen.

          Die Zahl jugendlicher Raucher geht seit Jahren zurück. Mit weniger als zehn Prozent der Zwölf- bis Siebzehnjährigen hat sie nach Angaben der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung vom Donnerstag inzwischen einen Tiefpunkt erreicht – ein Erfolg, den sie auch ihren Aufklärungskampagnen zuschreibt.

          Allerdings macht den Fachleuten der wachsende Konsum elektronischer Zigaretten und vor allem Wasserpfeifen zunehmend Kopfzerbrechen. „Das zunehmende Ausprobieren von E-Shishas und E-Zigaretten bei den Jüngeren ist für uns Anlass zur Besorgnis“, sagte Heidrun Thaiss, die Leiterin der Bundeszentrale. Es gebe eine halbe Million Jugendlicher, die noch nie eine Tabakzigarette geraucht, aber bereits E-Produkte konsumiert hätten. Drei von vier Jugendlichen seien E-Shishas bekannt, einer von fünf habe sie probiert.

          Das berge die Gefahr des Einstiegs zum Rauchen von Tabak. Die oft bunt bedruckten Packungen der mit unterschiedlichen Geschmacksrichtungen wie Mango, Apfel oder Bubble Gum angebotenen E-Shishas spielten bei Jugendlichen eine größere Rolle als E-Zigaretten. Jungen griffen öfter danach als Mädchen. Die Drogenbeauftragte der Bundesregierung, Marlene Mortler (CSU), bekräftige ihre Forderung nach einem Verbot der Produkte. Von den teils kaum bekannten Zusatzstoffen gingen gesundheitliche Gefahren aus. Sogar krebserregende Inhaltsstoffe seien nachgewiesen worden.

          Quelle: ami.

          Weitere Themen

          245 Mutige stürzen sich von Brücke Video-Seite öffnen

          Massensprung zum Rekord : 245 Mutige stürzen sich von Brücke

          Rekordversuch am Seil: 245 Menschen sind in Brasilien gleichzeitig von einer 30 Meter hohen Brücke gesprungen. Ob dieser Massensprung tatsächlich als Weltrekord anerkannt wird, wird noch geprüft.

          Wertvolle Kopfarbeit

          Perückenmacherin : Wertvolle Kopfarbeit

          Haarausfall ist für die Friseurin, Perückenmacherin und Maskenbildnerin kein Tabuthema: Ihren Salon in Köln verlassen die Kunden mit neuem Selbstbewusstsein.

          Topmeldungen

          FDP zurück im Parlament : Der Wunder-Lindner

          Die FDP ist wieder da, und schon in den wenigen Tagen seit der Wahl vermittelt sie den Eindruck, es gehe Freien Demokraten immer nur um das eine: um sie selbst. Und um ihren Vorsitzenden.

          Geisteszustand des Präsidenten : Ist Donald Trump verrückt?

          Etliche Psychiater in den Vereinigten Staaten machen sich Sorgen um den Geisteszustand von Präsident Donald Trump. Dessen Verhalten ist zwar grenzwertig. Doch spiegelt es vor allem die Gesellschaft wider, die ihn an die Macht befördert hat.
          Pforte zur Vorhölle: Das ehemalige Vernichtungslager Auschwitz II-Birkenau

          Holocaustforscher Raul Hilberg : Wie die Tötungsmaschine funktionierte

          Fast im Alleingang hat Raul Hilberg ein Forschungsfeld begründet, das man heute Holocaust-Studien nennt. Dabei war sein Standardwerk „Die Vernichtung der europäischen Juden“ lange Zeit zu wahr, um übersetzt zu werden.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.