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Grippe Gefährliche Grippeviren zerstört

20.04.2005 ·  Entwarnung: Die letzten der irrtümlich per Post verschickten Grippenviren H2N2 sind im Libanon gefunden worden. Wie die Weltgesundheitsorganisation mitteilte, wurden die gefährlichen Viren zerstört.

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Die letzte außerhalb Amerikas entdeckte Probe der hochgefährlichen Grippeviren H2N2, die irrtümlich verschickt wurden, ist zerstört worden. Eine Sprecherin der Weltgesundheitsorganisation (WHO) sagte am Mittwoch in Genf, die im Libanon zunächst verschwundene Probe sei gefunden und vernichtet worden.

Auch die an südkoreanische Labore versandten Proben des Influenza-Virus seien mittlerweile vernichtet worden. In Amerika, wo die meisten der weltweit 3747 Empfänger der Proben sitzen, seien nach Angaben der Gesundheitsbehörden 98 Prozent schon zerstört worden. Insgesamt hatten 61 Labore außerhalb Amerikas Proben erhalten.

Zu Testzwecken verschickt

Die amerikanische Akademie für Pathologie hatte das Grippevirus aus Versehen seit vergangenem September an fast 5000 Laboratorien in 18 Staaten ausgeliefert. Normalerweise werden Kulturen grassierender Grippeviren zu Testzwecken an Labore in aller Welt verschickt. In diesem Fall hatte die Akademie 2004 und 2005 die Virusproben weltweit ausgesendet, obwohl H2N2 seit 40 Jahren nicht aktiv ist.

Ein kanadisches Labor hatte bei sich Spuren von H2N2 entdeckt und Alarm geschlagen. Das Virus H2N2 gleicht dem Erreger der Asiatische Grippe von 1957/58 mit mehr als einer Million Toten. Vor allem Menschen, die nach 1968 geboren wurden, sind gegen H2N2 nicht immun, weil das Virus seitdem aus dem Umlauf verschwunden ist.

Quelle: FAZ.NET mit Material von dpa und AP
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