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Samstag, 11. Februar 2012
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Gesundheit Zuchtlachse erheblich mit Giften belastet

09.01.2004 ·  Zuchtlachse sind erheblich stärker mit Giften belastet als ihre wild lebenden Artgenossen. Vor allem in europäischen Farmen gezüchtete Fische sind belastet. Britische Forscher halten den Lachs jedoch für unbedenklich.

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Zuchtlachse sind erheblich stärker mit Giften belastet als ihre wild lebenden Artgenossen. Vor allem in europäischen Farmen gezüchtete Fische enthalten ein Vielfaches an chlorierten Kohlenwasserstoffen wie Dioxinen, polychlorierten Biphenylen (PCB) und Hexachlorbenzen (HCB), berichten amerikanische Forscher im Fachjournal „Science“ (Bd. 303, S. 226).

Die britische Nahrungsmittelaufsichtsbehörde (FSA) wies den Bericht zurück. Die Behörde erklärte am Freitag, die Spuren von Dioxin und anderen potentiell Krebs erregenden Umweltgiften lägen unterhalb internationaler Grenzwerte. Die herzstärkende Wirkung des Fischverzehrs überwiege das mögliche Risiko.

Als Ursache für die Giftbelastungen gaben die Forscher das Futter aus konzentrierten Fischprodukten wie Mehl und Öl, in denen schädliche Substanzen bereits angereichert seien, an. Dies gelte vor allem für europäische Zuchtfarmen wie in Schottland oder den Färöer-Inseln, aus denen die meisten europäischen Supermarktprodukte stammen.

Europäische Lachse am stärksten belastet

Die Wissenschaftler um Ronald Hites von der Universität von Indiana in Bloomington hatten rund 700 verschiedene Proben analysiert, darunter Lachsfilets aus europäischen und amerikanischen Supermärkten. Fisch aus europäischen Kühltheken enthielt die höchsten Anteile chlorierter Kohlenwasserstoffe. Eine Probe aus einem Frankfurter Supermarkt war demnach so stark belastet, daß davon nicht mehr als eine halbe Portion pro Monat gegessen werden sollte, empfehlen die Autoren basierend auf Richtlinien der amerikanischen Umweltbehörde Epa.

Zu den chlorierten Kohlenwasserstoffen zählen viele der giftigsten Substanzen überhaupt. Sie können unter anderem Krebs, neuronale Veränderungen und Schädigungen des Immunsystems bewirken. Auf Verpackungen müsse deshalb deutlich gekennzeichnet werden, ob das Filet von einem Wild- oder Zuchtlachs stamme, fordern die „Science“- Autoren.

40 mal so viele Lachse

In den vergangenen zwei Jahrzehnten hat sich die weltweite Produktion von Zuchtlachsen um das 40fache erhöht. Mehr als eine Million Tonnen Fisch werden von den Farmen jedes Jahr an Restaurantküchen und Supermärkte geliefert. Allein in der Europäischen Union stieg der Lachskonsum zwischen 1987 und 1999 um jährlich 14 Prozent.

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