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Land sponsert Uni-Kliniken : Forschungszentrum soll Wege gegen Krankenhauskeime finden

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Hartnäckig: gefährliche Klebsiella-Keime, auf eine Petrischale kultiviert Bild: dapd

Im Kampf gegen multiresistente Keime hat das Land Hessen ein Kompetenzzentrum für Krankenhaushygiene gegründet, an dem drei Uni-Kliniken beteiligt sind. In Frankfurt wird zusätzlich eine Stiftungsprofessur gegründet.

          Im Kampf gegen multiresistente Keime hat das Land Hessen ein Kompetenzzentrum für Krankenhaushygiene gegründet. In ihm sollen künftig Wissenschaftler der Universitäten Frankfurt, Gießen und Marburg gemeinsam Wege gegen die zunehmende Ausbreitung der gefährlichen Bakterien erforschen. Wissenschaftsminister Boris Rhein (CDU) gab am Donnerstag in Frankfurt den Startschuss für das nach seinen Angaben deutschlandweit einzigartige Projekt.

          Die Forscher wollen unter anderem herausfinden, wie verhindert werden kann, dass Krankheitserreger immun gegen Antibiotika werden. Dazu wollen sie unter anderem eine Erreger-Biobank aufbauen, in der alle gefundenen Bakterien gesammelt werden. Ein Frühwarnsystem soll zudem mögliche Ausbrüche von Infektionen verhindern helfen. Außerdem sollen Übertragungsketten künftig möglichst schnell bestimmt werden.

          Die schwarz-grüne hessische Landesregierung finanziert das Zentrum bis zum Jahr 2020 mit drei Millionen Euro. In Frankfurt wird zusätzlich eine Stiftungsprofessur gegründet, die von der „Dr. Rolf M. Schwiete-Stiftung“ mit 2,5 Millionen Euro unterstützt wird. „Infektionen mit hochresistenten Keimen stellen gegenwärtig eines der größten Probleme in der Medizin dar“, begründete Rhein den Vorstoß.

          Was sind Krankenhauskeime?

          Der Begriff Krankenhauskeime ist eigentlich etwas irreführend: Sie kommen nicht nur aus dem Krankenhaus, sondern gelangen auch von außen dorthin. Patienten, Besucher oder Mitarbeiter tragen solche Keime am Körper, ohne selbst zu erkranken. Fachleuten zufolge bringen etwa Patienten die Keime oft aus dem Ausland mit. Diese kommen aber auch außerhalb von Kliniken vor, etwa in Gewässern. In Frankfurt empfiehlt das Gesundheitsamt daher, nicht in Gewässern zu baden und sich bei Kontakt mit dem Wasser anschließend die Hände zu waschen. Ohnehin gilt als wichtigste Präventionsmaßnahme gegen solche Keime die strikte Einhaltung der Hygieneregeln - insbesondere das Händewaschen und -desinfizieren. (dpa)

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