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Wasserqualität in Deutschland : Am langen Wochenende können Sie unbesorgt baden gehen

Ab ins kühle Nass: Über 90 Prozent der untersuchten deutschen Badegewässer bekamen die Note „ausgezeichnet“. Bild: dpa

Gute Nachrichten zum Vatertag: Ein EU-Bericht zeigt, dass in Deutschland die Wasserqualität stimmt. Lediglich bei fünf der untersuchten Badestellen gab es Handlungsbedarf.

          An Himmelfahrt selbst wird es mit maximal 22 Grad eher warm als heiß, am Wochenende lockt dann aber Badewetter. Und eine andere Bedingung für das Planschvergnügen ist unabhängig von den Temperaturen schon gesichert: die Wasserqualität. 91 Prozent der Badegewässer in Deutschland haben bei einem Test der Europäischen Umweltagentur mit Sitz in Kopenhagen die Bestnote „ausgezeichnet“ bekommen; das heißt, das Wasser gilt als weitgehend frei von Schadstoffen. Die Mindeststandards der EU erfüllten 98 Prozent der Badestellen.

          Mit „mangelhaft“ wurden nur fünf der rund 2300 in Deutschland untersuchten Badestellen bewertet. Es handelt sich um zwei Badeplätze in Lembruch an Niedersachsens zweitgrößtem See Dümmer, den Finsterroter See in Wüstenrot und die Kocherbadebucht in Künzelsau (beide Baden-Württemberg). Zudem ist am Ostseearm Stralsund zwischen Stralsund und der Insel Rügen eine Stelle in Tremt (Gemeinde Sundhagen) betroffen. Die beiden Badestellen in Baden-Württemberg sind bereits geschlossen worden.

          Qualität hat sich in Europa insgesamt verbessert

          Die Umweltagentur hatte für den Bericht im vergangenen Jahr an mehr als 21000 Badeorten in der EU, Albanien und der Schweiz Wasserproben genommen. Diese wurden auf Abwässer und tierische Exkremente untersucht. Als größte Verschmutzungsquelle gelten Rückstände aus der Landwirtschaft, die durch Überschwemmungen in Flüsse und Seen gelangen können. Die Darmbakterien, auf die das Wasser getestet wurde, können beim Menschen harmlose Magen-Darm-Erkrankungen, aber auch Harnwegsentzündungen und andere Infektionen hervorrufen.

          Laut dem Bericht hat sich die Wasserqualität in Europa insgesamt verbessert. Rund 86 Prozent der untersuchten Badestellen erreichten die Bestnote, während 96 Prozent immerhin die Mindestanforderungen erfüllten. In Frankreich und Spanien etwa hat sich die Anzahl der Badestellen mit mangelhafter Wasserqualität verringert. Verschlechtert hat sich dagegen die Situation in Italien. Mit 100 Badeplätzen hat das Land die höchste Anzahl von Badestellen mit unzureichender Wasserqualität – das waren 22 mehr als noch 2015. Den höchsten relativen Anteil an Badegewässern mit mangelhafter Qualität verzeichneten jedoch Länder ohne namhafte Badekultur: Irland, Großbritannien und die Slowakei. In Luxemburg dagegen sind alle elf Badegewässer von ausgezeichneter Qualität.

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