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Brechdurchfall an Schulen Zahl der Fälle erreicht Rekordniveau 

 ·  Fast 9000 Menschen, vor allem Kinder und Jugendliche, sind in den vergangenen Tagen in Ostdeutschland an Brechdurchfall erkrankt - noch nie hat ein Essen in Deutschland so viele Erkrankungen hervorgerufen. Bei der Ursache rätseln die Behörden weiter.

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© dapd Noch immer wird nach den Erregern gesucht, die die massenhaften Erkrankungen ausgelöst haben.

Noch nie hat Essen in Deutschland so viele Magen-Darm-Erkrankungen hervorgerufen wie derzeit. Das hat das Robert Koch-Instituts (RKI) am Montag in Berlin in einem Lagebericht zu dem in Ostdeutschland grassierenden Brechdurchfall mitgeteilt. Nach dieser neuesten Statistik waren mindestens 8962 Personen betroffen, vor allem Kinder und Jugendliche.

Die Ursache ist weiterhin nicht ganz klar. Fachleute aus Bund und Ländern nehmen weiter an, dass die Krankheit durch das Schul- und Kita-Essen hervorgerufen wurde. Ob Viren oder bestimmte giftbildende Bakterien der Auslöser waren, ist aber noch offen. Schulen und Kitas in Berlin und Südthüringen verzichteten zu Wochenbeginn vorsorglich auf das Essen des Anbieters Sodexo, der alle betreffenden Einrichtungen beliefert hatte.

Nach Angaben des sächsischen Gesundheitsministeriums ist das aggressive Norovirus eine Quelle der Erkrankungen. Von bisher 158 untersuchten Kindern und Küchenangestellten in Sachsen wurden 69 positiv auf den Erreger getestet, wie das Ministerium am Montag in Dresden mitteilte. Es werde davon ausgegangen, dass das Norovirus „ein Auslöser des aktuellen Geschehens ist“, hieß es.

Von der Welle am stärksten erfasst ist Brandenburg mit 2896 Fällen vor Sachsen (2880), Berlin (2223), Thüringen (913) und Sachsen-Anhalt (50). 23 Kranke mussten in Kliniken behandelt werden, die meisten (16) in Brandenburg. In der Regel verliefen die Erkrankungen unkompliziert und waren nach kurzer Zeit ausgestanden.

Nach dem Höhepunkt zur Mitte vergangener Woche hat sich die Lage laut Robert-Koch-Institut beruhigt. Erste Fälle hatte es demnach schon am 19. September in Sachsen gegeben, also mehr als eine Woche bevor die Erkrankungen offiziell bekanntwurden. Aus Sicht des RKI ist es aber auch möglich, dass diese Erkrankungen mit der späteren Welle nichts zu tun haben.

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