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Aids Neuer HIV-Stamm in New York entdeckt

14.02.2005 ·  New Yorker Mediziner sind besorgt: Ein neu entdeckter Stamm des HIV-Virus ist nicht nur resistent gegen die meisten Medikamente, sondern führt auch besonders schnell zum Ausbruch von Aids.

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Die New Yorker Gesundheitsbehörden haben bei einem Mann offenbar einen HI-Virus-Stamm entdeckt, der besonders resistent gegen Medikamente ist und zum ungewöhnlich schnellen Ausbruch von Aids führt. Der New Yorker, dessen Alter mit Mitte 40 angegeben und dessen Name geheimgehalten wird, hatte sich im Oktober 2004 beim ungeschützten Analverkehr mit anderen Männern infiziert.

Der Zeitpunkt ist deswegen so genau zu bestimmen, weil in den Monaten und Jahren zuvor fünf Aids-Tests negativ ausgefallen waren, der Mann sich schon im November unwohl fühlte und zwei Tests im Dezember einen positiven Befund erbrachten. Mitte Januar diagnostizierten Ärzte eine starke Resistenz der HI-Viren gegen Aids-Medikamente und den Ausbruch der Krankheit.

Fatale Kombination

Der New Yorker Gesundheitsdezernent Thomas Frieden, der den Fall am Freitag nach einer Warnung an Ärzte auch öffentlich bekanntgemacht hatte, äußerte sich wegen des schnellen Krankheitsverlaufs besorgt. Im Durchschnitt dauert es etwa ein Jahrzehnt, bis nach einer HIV-Infektion Aids ausbricht. Bei dem Mann lagen zwischen Infektion und Krankheitsbeginn nur Monate. Eine Resistenz gegen Medikamente - bei dem Mann gegen drei von vier Behandlungstypen (der vierte Typus wird gerade ausprobiert) - ist in letzter Zeit öfter registriert worden. Aber die Kombination von schnellem Ausbruch und Resistenzen ist angeblich noch nie aufgetreten.

Der Mann hatte auf methamphetamingestützten Sexpartys mit zahlreichen Partnern, die er teils über das Internet gefunden hatte, ungeschützten Verkehr gehabt. Nun versucht man, durch Befragungen Beteiligter die mögliche Ansteckungskette in beide Richtungen zu verfolgen. Die Gesundheitsbehörde forderte alle Ärzte auf, Personen, bei denen HIV entdeckt wurde, auch auf diesen neuen Virus-Stamm zu testen.

Quelle: kai. / F.A.Z., 14.02.2005, Nr. 37 / Seite 9
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