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25.000 Delegierte in Washington Aidskonferenz will eine HIV-freie Generation

 ·  Bis 2015 soll die Zahl der Neuinfektionen halbiert werden, alle 15 Millionen Aidskranken sollen mit lebensrettenden Medikamenten versorgt werden. Zum Beginn der Welt-Aidskonferenz haben Politiker das Ziel einer „Aids-freien Generation“ ausgegeben.

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© AFP Die „Aids-Steppdecke“ erinnert an die rund 30 Millionen Menschen, die bislang an Aids gestorben sind.

Mit großer Zuversicht hat in Washington die XIX. Welt-Aidskonferenz begonnen. Von einer Generation ohne Aids und einem möglichen Ende der Epidemie sprachen unter anderen UN-Generalsekretär Ban Ki-moon und die amerikanische Gesundheitsministerin Kathleen Sebelius in ihren Grußworten an die 25.000 Delegierten aus 195 Staaten. Fortschritte in der Medizin und neue Erkenntnisse könnten dafür sorgen, dass sich das Blatt endlich wende. Die amerikanische Außenministerin Hillary Clinton sagte am Montag: „Wir wollen das Ziel einer Aids-freien Generation erreichen.“

Zu den großen Themen auf der sechstägigen Konferenz (Motto: „Turning the Tide Together“) gehört unter anderem die männliche Beschneidung als Schutz vor einer HIV-Infektion, die besonders in afrikanischen Ländern gefördert wird. Zudem werden Hunderte Studien vorgestellt, die sich mit Aids-Medikamenten auseinandersetzen, darunter Impfstoffen und Substanzen, die Nichtinfizierte präventiv einnehmen sollen, um sich vor einer Ansteckung zu schützen. Große Bedeutung kommt Untersuchungen zu, die belegen, dass HIV-Infizierte, die umfassend therapiert werden, das Virus nicht mehr übertragen. Auf diesem Wege erhoffen sich Wissenschaftler weniger Neuinfektionen.

Generalsekretär Ban Ki-moon zählte in seiner Videobotschaft die Ziele der Vereinten Nationen im Kampf gegen Aids auf: Bis 2015 soll die Zahl der Neuinfektionen auf der ganzen Welt halbiert werden, alle 15 Millionen Aidskranken sollen mit lebensrettenden Medikamenten versorgt werden, und kein Kind soll mehr mit HIV zur Welt kommen. Dazu seien aber weitere große Anstrengungen nötig. Der Direktor von UN-Aids, Michel Sidibé, wies darauf hin, dass noch immer sieben Milliarden Dollar jährlich fehlten. Weltbank-Präsident Jim Yong Kim sagte Hilfe zu.

Sidibé und der Präsident der Internationalen Aids-Gesellschaft (IAS), Elly Katabira, bedankten sich bei den Vereinigten Staaten. Kein anderes Land habe mehr im Kampf gegen Aids getan. Millionen Menschenleben seien durch die großzügige Hilfe Washingtons gerettet worden, sagte Katabira. Insofern sei die Rückkehr der Aidskonferenz in die Vereinigten Staaten in einem so hoffnungsvollen Moment von großer symbolischer Bedeutung. Die letzte Konferenz auf amerikanischem Boden hatte 1990 in San Francisco stattgefunden, danach hatte Washington ein Einreiseverbot für HIV-Infizierte erlassen. Erst Präsident Barack Obama hob dieses Gesetz 2010 auf. Seither folgten mehrere Staaten dem amerikanischen Vorbild - als bislang letztes Land Südkorea, rechtzeitig vor Beginn der Welt-Aidskonferenz.

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Jahrgang 1967, Redakteur im Ressort „Deutschland und die Welt“.

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