08.11.2007 · Manchmal sind es die ganz kleinen Dinge, die den Unterschied machen. Georgina Hagedorn ist aufgefallen, dass Wessis im Gegensatz zu Ossis weniger geregelte Essenszeiten haben. Und dann ist da noch ein Lack mit einem charakteristischen Geruch.
Geboren am 7. 8. 1989 in Potsdam. Sie geht in die 12. Klasse des Weinberg-Gymnasiums in Kleinmachnow. „Eigentlich wollte ich Geodäsie studieren, aber seit etwa einem Jahr möchte ich Fluglotsin werden. Im Tower statt im Center, damit man auch noch etwas von draußen sieht. Früher wollte ich Hubschrauberpilotin werden. Da wollte ich zur Marine, weil sie da blaue Uniformen haben und nicht graue wie beim Heer. Außerdem zahlt die Marine besser. Aber meine Mutter fand, das sei zu gefährlich.
Ich finde es wichtig, sich für den Umweltschutz einzusetzen. Der Klimawandel ist ja tatsächlich eine Bedrohung, und sicher ist Al Gore eine Autorität. Aber man weiß ja nie genau, was stimmt. Im Fernsehen sieht man dauernd streitende Experten, und es gibt dann immer noch hundert andere, die auch keine Lösung haben.
Westdeutschen fehlen geregelte Essenszeiten
Vielleicht sollte man deshalb nicht nur gegen den Klimawandel kämpfen, sondern andere Dinge tun, von denen man mehr Ahnung hat und mit denen man etwas erreichen kann, etwa Blut spenden oder sich als Rückenmarkspender eintragen lassen.
Zwischen Ostlern und Westlern sehe ich bei den Menschen keine großen Unterschiede mehr. Aber ich habe den Eindruck, dass die Westdeutschen, die ich kenne, nicht so geregelte Essenszeiten haben. Die setzen sich in der Familie nicht so oft gemeinsam an einen Tisch. In der Gegend von Kleinmachnow existiert die DDR noch in Geruchsform. Da gibt es manchmal noch so schwarze Zaunlatten, die mit altem schwarzen DDR-Lack gestrichen worden sind. Den erkennt man sofort am Geruch.