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Geologie Als die Kontinente aus dem Meer kamen

 ·  Vor einer Milliarde Jahren erhoben sich die Kontinente aus dem Riesenozean, der die Erde bedeckte. Und das schnell, sagt ein amerikanischer Forscher.

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Bevor es die Kontinente gab, war die Erde zu 95 Prozent von einem riesigen Meer bedeckt, aus dem einzelne Inseln ragten. Die Erdkruste unter dem Meer und die Kruste unter dem Land waren ähnlich dick, und das Meer war deutlich flacher als heute.

Über dieses Szenario sind sich Geologen heute recht einig. Ebenso wie darüber, dass die Kontinente auf so genannten tektonischen Platten sitzen, die sich auf dem geschmolzenen Erdinneren bewegen. Die Krustenteile entstehen kontinuierlich neu und schieben sich aus dem Ozeanboden. Ebenso sinken Platten ab und schmelzen erneut. Wie im Autoscooter ecken die Platten aneinander an und werfen sich auf - Gebirge und Erdbebengebiete sind die Folge. Dabei ist die Erdkruste unter dem Meer viel dünner als unter den Kontinenten. Nur noch etwa 70 Prozent der Erde sind von Wasser bedeckt.

Rapide Veränderung

Doch wie veränderte die Erde ihr Gesicht, wie erhoben sich die Kontinente aus dem Meer und boten Platz für das Leben?

Der amerikanische Geologe Eldridge Moores von der University of California behauptet in einer neuen Studie, dass die Kontinente in nur 200 Millionen Jahren - einem erdgeschichtlich eher kurzen Zeitraum - entstanden. Diese rapide Veränderung habe extreme Wetteränderungen, Richtungswechsel der Meeresströmungen und das Entstehen von Jahreszeiten zur Folge gehabt. Damit seien die Weichen für die Entstehung des Lebens vor rund 500 Millionen Jahren gestellt worden.

Diese Schlüsse zog Moores aus der Untersuchung so genannter Ophioliten. Diese Gesteinsstücke sind Überbleibsel aus der Erdkruste, die über dem Meer war und in Landmassen hineingezogen wurden. Er beklagt allerdings, dass die interessantesten Ophioliten in Gebieten der Erde lägen, die geografisch oder wegen politischer Probleme sehr schwer zugänglich seien wie etwa Zentral-Afrika.

Theorie auch auf Planeten anwenden

Auch für den Mars und die Venus könnte sich Moores' Theorie anwenden lassen. Auf dem Mars scheinen sich tektonische Platten gebildet zu haben, aber diese Entwicklung stoppte. Auf der Venus gibt es zwar Hinweise auf Vulkane und eine verworfene Kruste, aber keine Platten. Dafür könnte das Wasser gefehlt haben, um die Platten „anzufeuchten“, sagte Moores.

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