Auch in diesem Jahr haben sich unser Restaurantkritiker und unser Weinkolumnist durch unzählige Menüs geschlemmt und durch etliche Keller getrunken. Nun ziehen sie Bilanz: Welche Köche sind in Erinnerung geblieben, welche Winzer verdienen besonderes Lob?
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Für viele seiner Freunde ist Eric Menchon einer der besten Köche der Welt. Das hat seine Gründe. Als der heute 45 Jahre alte Südfranzose 1987 nach Köln kam, um das Team eines französischen Bistros namens „Le Moissonnier“ zu verstärken, war nicht abzusehen, wie weit er dort eines Tages kommen würde. Heute ist der stets freundlich, zurückhaltend und konzentriert wirkende Menchon mit seiner unnachahmlichen Mischung aus einem wunderbar süffigen, leicht mediterranen Geschmack, seinen vielfältigen Kompositionen und immer neuen Ideen einer der kreativsten Köche weit und breit. Ein Beispiel im Originalton: „Sankt-Peters-Fisch auf Hollandaise-Sauce mit Koriander-Früchten. Dazu Schwertmuscheln, Fenchel und Erdnuss, Gratin von Tomaten mit Anis, schwarzer Venere-Reis und Scampi-Chips.“ Ein Menü bei ihm erzeugt von den ersten Kleinigkeiten bis zum Dessert ganz automatisch eine enorme Spannung und Aufmerksamkeit, die sich am Ende in einer Form auflöst, die man kaum jemals in einem Restaurant findet. Viele Gäste verlassen das enge und lebendige Zwei-Sterne-Restaurant geradezu glücklich.
“Le Moissonnier“, Krefelder Straße 25, 50670 Köln. www.lemoissonnier.de