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Mittwoch, 08. Februar 2012
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Gentest Angebliche Lindbergh-Kinder wollen Vaterschaftstest

14.08.2003 ·  Die zwei Männer und die Frau behaupten, der Luftfahrtpionier Charles Lindbergh sei ihr Vater und er habe sie in ihrer Kindheit oft in Deutschland besucht. Ansprüche auf das Erbe wollen sie nicht erheben.

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Die angeblichen unehelichen deutschen Kinder des amerikanischen Luftfahrtpioniers Charles Lindbergh wollen mit einem DNS-Test ihre Abstammung beweisen. „Wir stehen einem DNS-Test offen gegenüber", sagte Dyrk Hesshaimer am Donnerstag vor Journalisten in München. Er, sein Bruder David und seine Schwester Astrid Bouteuil machen geltend, die Kinder von Lindbergh und der Münchener Hutmacherin Brigitte Hesshaimer zu sein. Ihr Sprecher Anton Schwenk fügte hinzu: „Wir werden einen Gentest selbst aktiv angehen.“

Ansprüche auf das Erbe Lindberghs, der als einer der ersten Medienstars des 20. Jahrhunderts galt, wollen sie nicht erheben. „Ich respektiere den Willen meines Vaters", sagte Hesshaimer beim ersten öffentlichen Auftritt der Geschwister seit dem Bekanntwerden ihrer Herkunft. Lindbergh hatte 1927 als erster Alleinflieger den Atlantik von New York nach Paris überquert, wofür er in den USA als Nationalheld gefeiert wurde.

Identität per Zufall festgestellt

Den Kindern war nach Bouteuils Worten die wahre Identität des Vaters lange Jahre unbekannt. Lindbergh habe Mutter und Kinder mehrmals im Jahr für fünf bis 14 Tage besucht und sich dabei intensiv um sie gekümmert, sagte Bouteuil. Dabei sei ihnen bewußt gewesen, daß Lindbergh eine zweite Familie habe. Da ihr angeblicher Vater auch bei den Besuchen viel an Publikationen gearbeitet habe, habe sich Bouteuil eines Tages auf die Suche nach seinen Büchern gemacht. Als sie dabei nicht auf den Namen stieß, der ihr gesagt wurde, habe sie nach längerer Suche Fotos in Zeitschriften gefunden und Lindbergh als ihren Vater identifiziert. Die Mutter habe den Kindern verboten, bis zu ihrem eigenen Tod über die Identität des Vaters zu sprechen.

Nach dem Tod von Brigitte Hesshaimer vor zwei Jahren hätten sich die drei Geschwister nun entschieden, das Schweigen zu brechen, sagte Bouteuil. „Ich habe das Recht, zu meinem Vater zu stehen", sagte die 42-Jährige. Kontakt mit den amerikanischen Nachfahren Lindberghs hätten die Geschwister bislang noch nicht aufgenommen.

Die beiden Brüder und die Schwester wollen jetzt ein Buch über ihre Kindheit mit ihrem Vater zu schreiben. Die Brüder leben in Deutschland, ihre Schwester in der Nähe von Paris. Der 1974 verstorbene Lindbergh hatte sechs Kinder mit seiner Ehefrau Anne Morrow.

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