Ein Beamter des Bundesgrenzschutzes (BGS) hat in Göttingen zunächst seine Kollegin und frühere Freundin mit einer Waffe bedroht und sich dann erschossen. Die 33-jährige BGS-Beamtin erlitt einen Schock, blieb aber ansonsten unverletzt, wie Polizeisprecher Helmut Latermann am Dienstag mitteilte.
Die Tat in der Wohnung der Frau ereignete sich den Angaben zufolge in der Nacht zum Dienstag kurz vor vier Uhr. Nach den Ermittlungen der Polizei hatte der 47-Jährige Vollzugsbeamte die kurz nach zwei Uhr auf der BGS-Wache in Göttingen anwesende Kollegen aufgesucht und sich mit ihnen unterhalten.
Kollegen plötzlich bedroht
Plötzlich habe er sie mit seiner Waffe bedroht, ihnen die Dienstwaffen abgenommen und sie in einem Raum eingesperrt. Anschließend fuhr er mit einem Dienstwagen zu dem Mehrfamilienhaus im Stadtteil Elliehausen, wie die Polizei mitteilte. Von den BGS-Kollegen alarmierte Polizisten seien etwa zeitgleich dort gewesen und hätten sich auch mit ihm durch die Wohnungstür hindurch unterhalten. Er habe lange Zeit der Frau die Waffe an den Kopf gehalten. Nach über einer Stunde habe er sich aber dann selbst erschossen. Die 33-jährige Frau musste laut Latermann psychologisch betreut werden.
Während des Einsatzes habe für die Hausbewohner keine Gefahr bestanden.
Die Hintergründe der Tat sind den Angaben zufolge noch nicht geklärt. Es werden private Spannungen vermutet, hieß es. Die Ermittlungen dauern an.