13.02.2012 · Was wären Kindheit und Jugend ohne Idole? Die Poster aus dem Kinderzimmer mögen verschwunden sein, doch ihre Spuren bleiben. Wir präsentieren in unserer mehrteiligen Serie eine Galerie der Helden - von Boris Becker bis Lara Croft.
Von Jörg ThomannWelcher gestandene Mann, welche emanzipierte Frau gibt heute noch zu, ein Idol zu haben? Von Erwachsenen erwartet man, dass sie ihren eigenen Weg gehen, statt Vorbildern zu folgen. Doch wenn auch die Kinderzimmerposter verschwunden sind, ihre Spuren sind geblieben: Man entdeckt sie in den Weiten des Internets, wo sich liebevoll gestaltete Seiten über alte Kinder- und Jugendserien finden, welche keineswegs von Kindern stammen.
Und wenn in der Kneipe nach dem zweiten Glas Bier oder Wein das Gespräch auf jene Stars oder Sternchen kommt, die man in der Jugend angehimmelt hat, dann darf man sicher sein, dass der Abend gelaufen ist. Die Nostalgie übernimmt das Ruder, assistiert von ihrer kühleren Schwester, der Ironie. Wir präsentieren eine kleine Auswahl an Helden unserer Kinder- und Jugendtage. Strahlende Helden, komische – und, weil das Altern Helden mit größerer Härte trifft, auch gebrochene.
In dem Buch „Unsere Helden: Von Flipper bis Lady Gaga“ porträtieren Jörg Thomann (Texte) und Ole Könnecke (Illustrationen) rund 50 Kinder- und Jugendidole aus Pop, Film, Fernsehen,
Comic oder Sport. Sanssouci-Verlag, 128 Seiten, 9,90 Euro.
Tokio Hotel? Hello Kitty? Boris Becker?
Karl Napp (KarlMariaNapp)
- 14.02.2012, 08:23 Uhr
Jörg Thomann Jahrgang 1971, Redakteur im Ressort „Gesellschaft“ der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.
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