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Futtermittel Dioxin in Futterprobe in Brandenburg

09.04.2003 ·  In Brandenburg ist in einer Futterprobe das Seveso-Gift Dioxin gefunden worden. Belastet sind nach Angaben des Potsdamer Agrarministeriums vom Mittwoch wahrscheinlich etwa tausend Tonnen Mischfutter.

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In Brandenburg ist in einer Futterprobe das hochgiftige Dioxin festgestellt worden. Belastet ist nach Angaben des Potsdamer Agrarministeriums vom Mittwoch wahrscheinlich ein Posten von etwa 2.000 Tonnen Mischfutter aus einem Trockenwerk in Niemegk, der zum Teil bereits ausgeliefert wurde. Ursprünglich war von 1.000 Tonnen die Rede gewesen.
Wahrscheinlich seien 35 Landwirtschaftsbetriebe in Brandenburg und vier in anderen Bundesländern betroffen, sagte Ministeriumssprecher Jens-Uwe Schade. Dabei handele es sich um Berlin, Hamburg, Nordrhein- Westfalen und Bayern, sagte Günter Hälsig, Abteilungsleiter Verbraucherschutz des Ministeriums.

Die Probe war bei Routine-Überprüfungen gezogen worden. Die betroffenen Länder, der Bund und die Europäische Kommission wurden informiert. Das Futter wies nach Ministeriumsangaben eine Dioxin- Belastung von fünf Nanogramm je Kilogramm Trockenmasse auf. Normal seien 0,1 Nanogramm. Die Herkunft des Giftes sei noch völlig unklar, sagte Schade. Das Trockenwerk in Niemegk werde mit Kohle betrieben, wobei eigentlich nach bisherigen Erkenntnissen kein Dioxin entstehen könne.

In brandenburgischem Tierfutter war schon 1999 das Krebs erregende Gift entdeckt worden. Im Februar hatte ein Dioxinskandal um verseuchtes Tierfutter aus Thüringen für Aufsehen gesorgt. Durch einen Defekt in der Trocknungsanlage eines Werks in Apolda waren rund 2100 Tonnen Futtermittel mit Dioxin belastet worden. Hunderte Betriebe in Deutschland und den Niederlanden waren betroffen.

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