21.06.2005 · Der spektakuläre Fund eines vor 2.500 Jahren im Moor versunkenen Mädchens versetzt Nienburg in Aufregung. Wissenschaftler versprechen sich über den gut erhaltenen Leichnam mehr über die Eisenzeit zu erfahren.
Eine mehr als 2.500 Jahre alte Moorleiche ist bei Nienburg in Niedersachsen gefunden worden. Der Körper des jungen Mädchens ist nahezu vollständig erhalten. Seit etwa 40 Jahren hat es in Europa einen solch spektakulären Fund nicht mehr gegeben.
Es handelt sich um eine der ältesten jemals in norddeutschen Hochmooren gefundenen Leichen. Die Forscher erhoffen sich neue Aufschlüsse über die Lebensweise der Menschen vor rund 2.500 Jahren. Noch sei unklar, wie die junge Frau im Moor zu Tode kam, sagte der Leiter der Ausgrabungen, Alf Metzler, am Montag.
Gerichtsmedizinische Untersuchungen hätten keine Gewaltanwendung gezeigt. „Vermutlich ist sie im Moor versunken und dann ertrunken oder erstickt“, sagte der Archäologe vom Niedersächsischen Landesamt für Denkmalschutz.