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Frankreich Brigitte Bardot wegen Anstiftung zum Rassenhaß verurteilt

11.06.2004 ·  Die Schauspielerin Brigitte Bardot ist erneut wegen Anstiftung zum Rassenhaß zu einer Geldstrafe verurteilt worden. Passagen ihres Buches gelten als muslimfeindlich und rassistisch.

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Brigitte Bardot, einstiges Sexsymbol des französischen Films, ist erneut wegen Anstiftung zum Rassenhaß zu einer Geldstrafe verurteilt worden - diesmal in Höhe von 5000 Euro. Das Urteil des Pariser Strafgerichts vom Donnerstag bezieht sich auf Teile des Buches „Ein Schrei in der Stille“, das die 69jährige im Jahr 2003 veröffentlicht hatte. Zwei Menschenrechtsverbände hatten Passagen als muslimfeindlich und rassistisch empfunden und „BB“ verklagt.

Auch der Verlag Rocher, der das Buch veröffentlicht hat, wurde zu 5000 Euro Geldstrafe verurteilt. Die frühere Filmschauspielerin muß ferner jeweils einen Euro an die beiden Zivilkläger zahlen. Der Staatsanwalt hatte in dem Prozeß eine Verurteilung Bardots verlangt, jedoch ohne ein Strafmaß zu nennen. Das Ex-Sex-Symbol ist bereits mehrfach, zuletzt im Jahr 2001, wegen Rassendiskriminierung und Anstiftung zum Rassenhaß rechtskräftig zu Geldstrafen verurteilt worden.

In ihrem Buch brandmarkt Bardot einen „politisch korrekten Stolz, uns zu vermischen, unsere Gene zu verschmelzen“. Sie kritisiert Einwanderer, „die unsere Kirchen in menschliche Schweineställe verwandeln“. Vor dem Richter verteidigte sie sich im Mai so: Sie habe nichts gegen eine Vermischung von Menschen „aus lateinischen Ländern, mit derselben Kultur, derselben Religion“. Ihre in dem Buch genannte „Gemeinschaft der heimatlosen Bettler, Illegalen, Besetzer der Vaterländer ohne Grenzen“ wollte sie aber nicht näher benennen.

Quelle: FAZ.NET mit Material von dpa
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