24.09.2004 · In den Vereinigten Staaten gibt es so viele Milliardäre wie nie zuvor. Das Magazin „Forbes“ zählt 313 Menschen, die mehr als eine Milliarde Dollar besitzen. Der reichste bleibt Microsoft-Gründer Bill Gates.
In den Vereinigten Staaten gibt es so viele Milliardäre wie nie zuvor. Das amerikanische Magazin „Forbes“ führt in seiner jährlichen Liste der wohlhabendsten Landsleute 313 Menschen auf, die mehr als eine Milliarde Dollar besitzen. Im vergangenen Jahr sollen nur 262 Amerikaner soviel Geld besessen haben.
Die Spitze der Liste verteidigt Bill Gates: Der Microsoft-Gründer soll ein Vermögen von 48 Milliarden Dollar besitzen, zwei Milliarden Dollar mehr als 2003. Zweitreichster amerikanischer Bürger ist der Investor Warren Buffett mit 41 Milliarden Dollar, was einem Zuwachs von fünf Milliarden Dollar entspricht. Microsoft-Mitbegründer Paul Allen büßte zwar zwei Milliarden ein, belegte mit einem Vermögen von 20 Milliarden Dollar jedoch abermals den dritten Platz.
Dank Google: Milliardär mit 31 Jahren
Die Plätze vier bis acht teilen sich die Mitglieder der Gründer-Familie des amerikanischen Handelskonzerns Wal-Mart. Darunter auch die reichsten Frauen Amerikas: Das Vermögen von Alice und Helen Walton wird auf jeweils 18 Millarden Dollar geschätzt. Insgesamt sind unter den reichsten 400 Amerikanern 51 Frauen. Teresa Heinz Kerry, Ehefrau des demokratischen Präsidentschaftskandidaten John Kerry, belegt den letzten Platz. Sie soll 750 Millionen Dollar besitzen.
Unter den 45 Neulingen auf der Liste befinden sich die Gründer der Suchmaschine „Google“, Sergey Brin und Larry E. Page. Ihr Vermögen beläuft sich jeweils auf vier Milliarden Dollar - damit belegen sie Platz 43. Mit 31 Jahren sind die beiden zudem die jüngsten Milliardäre. Den größten prozentualen Vermögenszuwachs verbuchte der Geschäftsmann Steve Wynn: Er steigerte sich um 100 Prozent von 650 Millionen Dollar im vergangenen Jahr auf 1,3 Milliarden. Damit stieg er von Platz 377 auf Platz 215 auf.
Erstmals seit dem Jahr 2000 beläuft sich das Vermögen der 400 reichsten Amerikaner wieder auf mehr als eine Billion Dollar. Insgesamt verlagert sich der Reichtum von der amerikanischen Ostküste nach Kalifornien. Als die Liste 1982 erstmals erstellt wurde, stammten noch 81 der 400 Aufgeführten aus New York und lediglich 56 aus Kalifornien. Heute kommen 98 der reichsten Amerikaner aus Kalifornien und nur noch 49 aus dem Staat New York.