Ein indisches Paar hat seinen Sohn, der am Tag der Flutwelle unter dramatischen Umständen auf der Inselgruppe der Andamanen und Nikobaren zur Welt kam, „Tsunami“ genannt.
Als das Beben die Region erschütterte, hätten die Wehen begonnen, berichtete die 26jährige Namita Rai am Samstag der Nachrichtenagentur AFP. Sie sei mit ihrem Mann Laxminarayan in den Wald gerannt. Auf dem Weg dorthin sei sie ohnmächtig geworden, doch ihr Mann habe sie getragen. „Ich habe viel gelitten, aber ich mußte leben für den Kleinen“. Ihr Sohn sei am vergangenen Sonntag einen Monat vor dem Termin geboren worden, „in dem Moment, in dem die Wassermassen unser Haus überfluteten“, berichtete Laxminarayan.
Am Dienstag wurde die Familie dann von einem Marineschiff aufgegriffen und nach Port Blair, Hauptstadt der Inselgruppe, gebracht. In dem Flüchtlingslager wurde das Baby von allen „Tsunami“ genannt - „und wir haben das akzeptiert“. Das Glück der Familie ist jedoch getrübt, da der sechsjährigen Sohn Saurav noch vermißt wird. Nach Angaben eines Marineoffiziers soll er aber überlebt haben.