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Samstag, 18. Februar 2012
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Flugzeugunglück Airbus-Bruchlandung: Alle 309 Menschen an Bord überleben

03.08.2005 ·  Bei der Bruchlandung eines Airbus A340 am Flughafen von Toronto haben alle 309 Insassen wie durch ein Wunder überlebt. 43 Menschen wurden leicht verletzt, als die Air-France-Maschine aus Paris bei Unwetter über die Landebahn hinausschoß und 200 Meter weit in ein Waldstück raste.

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In einem heftigen Gewittersturm ist eine Air-France-Maschine bei der Landung in Toronto übers Rollfeld hinausgeschossen und in einen Graben gerollt. Dennoch kamen die meisten der 309 Insassen bei der Bruchlandung am Dienstag mit dem Schrecken davon. Sie konnten sich aus dem auseinander gebrochenen Airbus retten, bevor dieser in Flammen aufging. Es gab keine Toten, aber eine Reihe Leichtverletzte, über deren Anzahl am Dienstagabend einige Zeit Verwirrung herrschte.

Während Fernsehsender live vom Unglücksort berichteten, wo schwarzer Rauch und hohe Flammen zu sehen waren, war zunächst nicht klar, ob es Opfer gegeben hatte. Erst nach einiger Zeit erklärte die Air-France-Leitung in Toronto, daß niemand ums Leben gekommen sei. Die Flughafenverwaltung und Air France in Paris bestätigten dies später offiziell. „Wir haben keinen Toten zu beklagen“, sagte der Generaldirektor von Air France, Jean-François Colin, vor Journalisten in Paris. Die wenigen Verletzten wurden in die umliegenden Krankenhäuser gebracht.

Vom Gewitterwind nach unten gedrückt

Die Fluggesellschaft Air France sprach von 43 Leichtverletzten. Der kanadische Verkehrsminister Jean Lapierre nannte den glimpflichen Ausgang des Unglücks ein wahres Wunder.

Die Maschine mit der Flugnummer AF358 kam aus Paris und sollte gegen 16 Uhr Ortszeit (22 Uhr MESZ) in Toronto landen. An Bord befanden sich 297 Passagiere und 12 Besatzungsmitglieder. Möglicherweise drückten während des Gewitters so genannte Scherwinde den Airbus A340 nach unten. Er kam nach der Bruchlandung nahe der verkehrsreichen vierspurigen Highway 401 in ein Waldstück zum Stehen. Vom Rumpf stiegen dicke schwarze Rauchwolken auf.

Die Insassen verließen die havarierte Maschine über Notrutschen und wurden von herbei eilenden Rettungskräften nach und nach in Sicherheit gebracht. Andere Evakuierte kletterten eine Böschung hinauf zur Schnellstraße 401, wo Autofahrer anhielten und sie zurück zum Flughafen fuhren. Die Verletzten wurden in der Airport-Ambulanz behandelt.

„Alle waren in Panik“

„Es war sehr, sehr angsterregend, alle waren in Panik“, sagte Olivier Dubois, der im hinteren Teil der Maschine gesessen hatte. „Die Menschen haben geschrieen, sind im Flugzeug hin und her gerannt und dann schnell 'rausgesprungen. Jeder hatte riesige Angst, daß der Airbus explodieren könnte.“

Mehrere Passagiere lobten den professionellen Einsatz der Besatzung. Innerhalb von Minuten seien die Notausgänge geöffnet gewesen „und sie haben gesagt, wir sollen springen“, berichtete Dubois. Der stellvertretende Vorstandsvorsitzende von Air France, Jean-Francois Colin, sagte, der Copilot habe sich erst ärztlich behandeln lassen, nachdem er noch einmal durch die Maschine gegangen sei, um sicherzustellen, daß alle Fluggäste den Jet verlassen hätten.

Unglücks-Ursache Blitzeinschlag?

Ein anderer Passagier, Roel Bramar, hob hervor, daß es wegen des Gewitters am hellen Nachmittag auf einmal sehr dunkel geworden sei, und in der Maschine sei das Licht ausgegangen. Dann habe er viele Blitze gesehen. Seiner Vermutung nach sei die Maschine davon getroffen worden.

Am Flughafen hatte wegen des schlechten Wetter schon den ganzen Nachmittag Alarmzustand geherrscht. Ob bei dem Unglück tatsächlich ein Blitzschlag eine Rolle spielte, blieb zunächst allerdings unklar.

Quelle: FAZ.NET mit Material von AP, AFP
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