04.01.2004 · Bei der Suche nach den Opfern der Flugzeugkatastrophe im Roten Meer sind bislang mehr als zehn Menschen tot geborgen worden. Bekannt wurde, daß die Fluggesellschaft in der Schweiz ein Landeverbot hatte.
Am Absturzort der Flugzeugkatastrophe bei dem ägyptischen Badeort Scharm al Scheich ist in der Nacht die Suche nach den 148 Toten im Meer fortgesetzt worden. Taucher hätten bei den Einsatz mit Scheinwerfern mehr als zehn Leichen der hauptsächlich französischen Opfer gefunden worden, meldete der französische Rundfunk am Sonntag. Die Regierung in Paris will ein Schiff mit Sonar-Ausstattung, einen Unterwasser-Roboter und Taucher für die Suche nach den Flugschreibern und dem Hauptteil des Wracks einsetzen.
Die Boeing 737 der ägyptischen Chartergesellschaft Flash Airlines war am Samstag kurz nach dem Start ins Rote Meer gestürzt. Keiner der 148 Insassen überlebte das Unglück. Zu den Umständen des Absturzes berichtete der Fernsehsender LCI, die Maschine habe beim Start nur schwer an Höhe gewonnen, habe innerhalb von 17 Sekunden 1500 Meter Höhe verloren und sei „wie ein Stein“ ins Meer gestürzt.
Unterdessen wurde bekannt, daß „Flash Airlines“ seit Oktober 2002 nicht mehr in der Schweiz landen darf. Das Schweizer Bundesamt für Zivilluftfahrt (BAZL) hatte das Verbot mit gravierenden Mängeln begründet, erklärte deren Sprecherin Célestine Perissinotto im Schweizer Fernsehen DRS. Die französische Regierung will den Angehörigen der Opfer eine Reise zur Unglücksstätte ermöglichen. Die Familien würden am Sonntag oder Montag nach Ägypten fliegen, hieß es nach Angaben des Transportministeriums von Samstag in Paris.