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Flugzeugabsturz in Nepal Pilotenfehler und Profitinteresse

 ·  Weil der Pilot das sich rapide verschlechternde Wetter am Himalaya-Flughafen Lukla „falsch eingeschätzt“ habe, sei es zu dem Absturz der Passagiermaschine im Oktober gekommen, heißt es in einem Untersuchungsbericht. Unter den Toten waren auch zwölf deutsche Urlauber.

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Fast drei Monate nach dem Absturz einer Passagiermaschine in Nepal, bei dem auch zwölf deutsche Urlauber ums Leben kamen, haben die Behörden den Piloten für das Unglück verantwortlich gemacht.

In einem am Donnerstag in der Hauptstadt Kathmandu veröffentlichten Untersuchungsbericht heißt es, der Pilot habe die sich rapide verschlechternden Wetterbedingungen am Himalaya-Flughafen Lukla „falsch eingeschätzt“. Dadurch seien ihm beim Landeanflug Fehler unterlaufen, weshalb die Maschine der Yeti Airlines vor der Landebahn gegen einen Felsen prallte.

Beim Absturz der Propellermaschine vom Typ Twin Otter waren am 8. Oktober 2008 insgesamt 18 Menschen ums Leben gekommen. Nur der Pilot hatte das Unglück überlebt. Zum Unfallzeitpunkt hatte dichter Nebel die Sicht in der Hochgebirgsregion behindert.

Ausgangspunkt für Touren zum Mount Everest

Der Sprecher der Untersuchungskommission, Subash Rijal, kritisierte jedoch auch die Fluggesellschaften, die die Route von Kathmandu nach Lukla bedienen. Aus Profitinteresse würden diese den in knapp 3000 Meter Höhe gelegenen Flughafen auch bei schlechtem Wetter anfliegen. Zudem arbeiteten die Piloten unter extrem hohen Zeitdruck. Rijal rief die Regierung dazu auf, die Sicherheitsrichtlinien für Flüge nach Lukla zu verschärfen.

Der Flughafen gilt als einer der gefährlichsten der Welt, da die Start- und Landebahn an der einen Seite von einem steilen Abhang, an der anderen von einer Felswand begrenzt wird. Dennoch starten und landen bei gutem Wetter täglich bis zu 40 Maschinen in Lukla, denn die 150 Kilometer nordöstlich von Kathmandu gelegene Gemeinde ist Ausgangspunkt für Touren und Expeditionen zum Mount Everest.

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