Home
http://www.faz.net/-gum-11o88
HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, BERTHOLD KOHLER, GÜNTHER NONNENMACHER, HOLGER STELTZNER
50 plus

Flugzeugabsturz in Nepal Pilotenfehler und Profitinteresse

Weil der Pilot das sich rapide verschlechternde Wetter am Himalaya-Flughafen Lukla „falsch eingeschätzt“ habe, sei es zu dem Absturz der Passagiermaschine im Oktober gekommen, heißt es in einem Untersuchungsbericht. Unter den Toten waren auch zwölf deutsche Urlauber.

© AFP Vergrößern Beim Absturz waren 18 Menschen ums Leben gekommen

Fast drei Monate nach dem Absturz einer Passagiermaschine in Nepal, bei dem auch zwölf deutsche Urlauber ums Leben kamen, haben die Behörden den Piloten für das Unglück verantwortlich gemacht.

In einem am Donnerstag in der Hauptstadt Kathmandu veröffentlichten Untersuchungsbericht heißt es, der Pilot habe die sich rapide verschlechternden Wetterbedingungen am Himalaya-Flughafen Lukla „falsch eingeschätzt“. Dadurch seien ihm beim Landeanflug Fehler unterlaufen, weshalb die Maschine der Yeti Airlines vor der Landebahn gegen einen Felsen prallte.

Mehr zum Thema

Beim Absturz der Propellermaschine vom Typ Twin Otter waren am 8. Oktober 2008 insgesamt 18 Menschen ums Leben gekommen. Nur der Pilot hatte das Unglück überlebt. Zum Unfallzeitpunkt hatte dichter Nebel die Sicht in der Hochgebirgsregion behindert.

nepal © AFP Vergrößern Der Flughafen gilt als einer der gefährlichsten der Welt

Ausgangspunkt für Touren zum Mount Everest

Der Sprecher der Untersuchungskommission, Subash Rijal, kritisierte jedoch auch die Fluggesellschaften, die die Route von Kathmandu nach Lukla bedienen. Aus Profitinteresse würden diese den in knapp 3000 Meter Höhe gelegenen Flughafen auch bei schlechtem Wetter anfliegen. Zudem arbeiteten die Piloten unter extrem hohen Zeitdruck. Rijal rief die Regierung dazu auf, die Sicherheitsrichtlinien für Flüge nach Lukla zu verschärfen.

Der Flughafen gilt als einer der gefährlichsten der Welt, da die Start- und Landebahn an der einen Seite von einem steilen Abhang, an der anderen von einer Felswand begrenzt wird. Dennoch starten und landen bei gutem Wetter täglich bis zu 40 Maschinen in Lukla, denn die 150 Kilometer nordöstlich von Kathmandu gelegene Gemeinde ist Ausgangspunkt für Touren und Expeditionen zum Mount Everest.

Quelle: dpa

 
 ()
   Permalink
 
 
 

Hier können Sie die Rechte an diesem Artikel erwerben

Weitere Empfehlungen
Zirkus-Motorradfahrer Gefährlicher als Formel 1

Dem verunglückten Motorradspringer vom Zirkus Flic Flac geht es wieder besser. Er und seine Kollegen riskieren mit ihren tollkühnen Nummern ihr Leben – Abend für Abend. Mehr Von Hans Riebsamen, Frankfurt

12.11.2014, 12:10 Uhr | Rhein-Main
Vermisste Studenten in Mexiko Demonstranten besetzen Flughafen von Acapulco

Nach dem mutmaßlichen Mord an den verschwundenen Studenten gehen die Proteste in Mexiko weiter. Am Flughafen in Acapulco musste die Arbeit unterbrochen werden. Dort hinterließen die Demonstranten auch eine Nachricht für den Präsidenten. Mehr

11.11.2014, 04:30 Uhr | Gesellschaft
Terminal 3 Nicht allein eine Frage der Starts und Landungen

Frankfurt kann nur dann in der Topliga der Flughäfen mithalten, wenn Pünktlichkeit und Komfort stimmen. Ohne ein drittes Terminal ist das kaum zu schaffen. Mehr Von Jochen Remmert, Rhein-Main

15.11.2014, 14:40 Uhr | Rhein-Main
   Permalink
 Permalink

Veröffentlicht: 01.01.2009, 12:37 Uhr

Elysée-Palast Fotos von Hollande und Schauspielerin Gayet sorgen für Wirbel

Ein Klatschmagazin glaubt den Beweis für eine Liebesbeziehung von Präsident Hollande und Schauspielerin Julie Gayet gefunden zu haben, Christoph Waltz will sich nicht auf seinem Erfolg ausruhen und Bono muss nach einem Fahrradunfall zweimal operiert werden – der Smalltalk. Mehr 3

Nachrichten in 100 Sekunden
Nachrichten in 100 Sekunden