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Finanzkrise Pleitier Schneider fordert Haftstrafen für Banker

22.10.2008 ·  Vor gut einem Jahrzehnt sorgte er für einen der spektakulärsten Prozesse Deutschlands. Jetzt, in der Finanzkrise, meldet sich Pleitier und Ex-Immobilienmanager Jürgen Schneider wieder zu Wort und fordert Haftstrafen für Bankmanager. Seine Begründung: Sie hätten genauso betrogen wie er.

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Der ehemalige Bauunternehmer und Milliardenpleitier Jürgen Schneider hat mit Blick auf die Finanzkrise Haftstrafen für Bankmanager gefordert. „Meiner Meinung nach gehören die Banker, die heute so unverantwortlich handeln, auch ins Gefängnis“, sagte Schneider, der wegen Betrugs selbst hinter Gittern saß, der Illustrierten „Bunte“.

Nach Ansicht des 74-Jährigen haben Bankmanager beim Handel mit faulen Krediten „die Spekulationen mit Vorsatz in die Höhe getrieben - genau wie ich damals. Auch sie haben wie ich auf die Zukunft spekuliert. Das ist Betrug und muss hart bestraft werden.“

„Mein Fall ist Peanuts dagegen“

Schneider hatte einst mit geschönten Planungen für Großprojekte Milliardenkredite erhalten. Später flog der Schwindel auf und Schneider wurde 1997 wegen Betrugs zu sechs Jahren und neun Monaten Haft verurteilt. „Heute, muss ich sagen, ist mein Fall doch Peanuts gegen das, was sich die Banken erlauben“, sagte Schneider nun der „Bunten“.

Seine Schulden bezifferte Schneider der Illustrierten zufolge auf offiziell eine Milliarde Euro. Nach der Schneider-Pleite hatte einst der damalige Deutsche-Bank-Chef Hilmar Kopper millionenschwere Verbindlichkeiten gegenüber von Schneider engagierten Handwerkern als „Peanuts“ bezeichnet und damit für Empörung gesorgt.

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