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Feuerwerkskörper Mehr als 28 Tote bei schwerer Explosion in Mexiko

In der mexikanischen Hafenstadt Veracruz starben Dutzende Menschen als Feuerwerkskörper unkontrolliert auf dem Marktplatz explodierten.

Bei schweren Explosionen von Feuerwerkskörpern sind in der mexikanischen Hafenstadt Veracruz am Silvestertag wahrscheinlich mehr als 28 Menschen getötet worden. Die Zahl der Toten könnte den Rettungskräften zufolge noch steigen, da unter den Trümmern weitere Opfer vermutet werden.

Nach offiziellen Angaben starben 28 Menschen. Etwa 30 wurden bei der Serie von Detonationen auf dem zentralen Marktplatz der Stadt an der Ostküste Mexikos verletzt, wie die Rettungshelfer sagten. Verkäufer von Knallkörpern sollen sich einem Verkaufsverbot widersetzt haben. Unter den Toten waren 13 Angestellte eines Stoffgeschäfts, die sich in der Panik eingeschlossen hatten.

Das Unglück geschah gegen 17.00 Uhr Ortszeit, als viele Menschen auf dem Markt ihre letzten Einkäufe für das Neujahrsfest machten: Plötzlich explodierten Silvesterknaller, die weitere Detonationen und Brände auslösten.

Fehler der Verwaltung

Der Bürgermeister von Veracruz, José Ramon Gutiérrez, kritisierte die Verkäufer von Knallkörpern als unverantwortlich. Einige der Silvesterraketen seien aus Sicherheitsgründen schon Tage vor dem Jahreswechsel verboten worden. Ein Vertreter des Stadtparlaments räumte Fehler der Verwaltung ein. Den Behörden sei es nicht möglich gewesen, den Verkauf von Silvesterraketen besser zu kontrollieren. „Ich glaube, dass der Verkauf außer Kontrolle geraten ist“, sagte er.

Vor fast genau einem Jahr waren bei einem durch Feuerwerkskörper ausgelösten Großbrand in der peruanischen Hauptstadt Lima mehrere hundert Menschen ums Leben gekommen. Der Zivilschutz sprach von 293 Toten und rund 650 Vermissten. Explodierende Böller hatten zwei Tage vor Silvester zwei Einkaufszentren und vier Straßenblocks der historischen Altstadt von Lima in Schutt und Asche gelegt.

Vermutlich hatten damals illegal eingeführte Knallkörper eine Kettenreaktion ausgelöst. Zu dem Zeitpunkt gab es in Peru laut Innenministerium kein Gesetz, das den Böllerhandel völlig verbot.

Quelle: dpa

 
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