Home
http://www.faz.net/-gum-429p
HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, JÜRGEN KAUBE, BERTHOLD KOHLER, HOLGER STELTZNER
50 plus

Feuerwerkskörper Mehr als 28 Tote bei schwerer Explosion in Mexiko

In der mexikanischen Hafenstadt Veracruz starben Dutzende Menschen als Feuerwerkskörper unkontrolliert auf dem Marktplatz explodierten.

Bei schweren Explosionen von Feuerwerkskörpern sind in der mexikanischen Hafenstadt Veracruz am Silvestertag wahrscheinlich mehr als 28 Menschen getötet worden. Die Zahl der Toten könnte den Rettungskräften zufolge noch steigen, da unter den Trümmern weitere Opfer vermutet werden.

Nach offiziellen Angaben starben 28 Menschen. Etwa 30 wurden bei der Serie von Detonationen auf dem zentralen Marktplatz der Stadt an der Ostküste Mexikos verletzt, wie die Rettungshelfer sagten. Verkäufer von Knallkörpern sollen sich einem Verkaufsverbot widersetzt haben. Unter den Toten waren 13 Angestellte eines Stoffgeschäfts, die sich in der Panik eingeschlossen hatten.

Das Unglück geschah gegen 17.00 Uhr Ortszeit, als viele Menschen auf dem Markt ihre letzten Einkäufe für das Neujahrsfest machten: Plötzlich explodierten Silvesterknaller, die weitere Detonationen und Brände auslösten.

Fehler der Verwaltung

Der Bürgermeister von Veracruz, José Ramon Gutiérrez, kritisierte die Verkäufer von Knallkörpern als unverantwortlich. Einige der Silvesterraketen seien aus Sicherheitsgründen schon Tage vor dem Jahreswechsel verboten worden. Ein Vertreter des Stadtparlaments räumte Fehler der Verwaltung ein. Den Behörden sei es nicht möglich gewesen, den Verkauf von Silvesterraketen besser zu kontrollieren. „Ich glaube, dass der Verkauf außer Kontrolle geraten ist“, sagte er.

Vor fast genau einem Jahr waren bei einem durch Feuerwerkskörper ausgelösten Großbrand in der peruanischen Hauptstadt Lima mehrere hundert Menschen ums Leben gekommen. Der Zivilschutz sprach von 293 Toten und rund 650 Vermissten. Explodierende Böller hatten zwei Tage vor Silvester zwei Einkaufszentren und vier Straßenblocks der historischen Altstadt von Lima in Schutt und Asche gelegt.

Vermutlich hatten damals illegal eingeführte Knallkörper eine Kettenreaktion ausgelöst. Zu dem Zeitpunkt gab es in Peru laut Innenministerium kein Gesetz, das den Böllerhandel völlig verbot.

Quelle: dpa

 
 ()
   Permalink
 
 
 

Hier können Sie die Rechte an diesem Artikel erwerben

Weitere Empfehlungen
Türkei Ein Toter bei Explosion in Redaktion in Istanbul

Bei einer Explosion in Istanbul ist ein Mensch getötet worden, drei weitere wurden verletzt. Die Polizei geht von einem Bombenanschlag auf die Zeitschrift Adimalr aus. Mehr

26.03.2015, 10:17 Uhr | Politik
Kolumbien Explosion ist spektakulärer als jedes Silvesterfeuerwerk

In Kolumbien ist eine Fabrik für pyrotechnische Produkte explodiert. Es kam zu einer Serie von Detonationen, was spektakulärer gewesen sein dürfte, als die meisten Feuerwerke zum eigentlichen Jahreswechsel. Mehr

06.01.2015, 11:13 Uhr | Gesellschaft
Somalia Mindestens 15 Tote bei Kämpfen in Mogadischu

Bei einem Angriff von Islamisten auf ein Hotel in Mogadischu sind mindestens 15 Menschen getötet worden. Die Stadt erschüttern laute Explosionen. Das Feuergefecht dauert weiter an. Mehr

28.03.2015, 07:51 Uhr | Politik
Ukraine-Krise Viele Tote bei Angriff auf Mariupol

Bei einem Raketenangriff auf die südostukrainische Hafenstadt Mariupol sind zahlreiche Menschen getötet worden. Die prorussischen Rebellen weisen die Verantwortung für den Beschuss zurück. Mehr

25.01.2015, 11:22 Uhr | Politik
East Village Viele Verletzte nach Explosion in New York

Bei Arbeiten an einer Gasleitung ist es in New York zu einer Explosion gekommen. Häuser gingen in Flammen auf und stürzten ein. Vier Personen sind in Lebensgefahr. Mehr

27.03.2015, 05:10 Uhr | Gesellschaft
   Permalink
 Permalink

Veröffentlicht: 01.01.2003, 17:00 Uhr

Dreharbeiten in Mexiko-Stadt James Bond schadet dem Geschäft

Daniel Craig verärgert als James Bond mexikanische Einzelhändler, Schauspieler David Duchovny macht jetzt auch Musik, und David Beckham und der britische Komiker James Corden machen Quatsch in Unterhosen – der Smalltalk. Mehr 6

Nachrichten in 100 Sekunden
Nachrichten in 100 Sekunden