Den Namen der mazedonischen Hauptstadt Skopje findet man auf Google-Maps derzeit nur im Kleingedruckten. Nur wer ganz nahe heranzoomt, entdeckt ihn irgendwann in winzigen Lettern. „Makedon.eu“, ein Internet-Informationsportal, hat darauf jetzt hingewiesen. Zwar zeige Google-Maps die Position an, wo sich Skopje befinde, benenne diese aber nicht mit dem Namen der Hauptstadt, sagt Dejan Pavlovic von „makedon.eu“.
Während die Hauptstädte der Nachbarstaaten nach wie vor angezeigt und benannt würden, bleibe die mit rund einer halben Million Einwohnern größte Stadt des Landes „auch bei vergrößertem Zoom“ verschwunden. „Die Löschung einer Hauptstadt bei Google-Maps hat es bis dato noch nie gegeben“, echauffiert sich Pavlovic. Der Mazedone spricht von einem „Skandal“ und rätselt gar, wem die Existenz Skopjes „ein Dorn im Auge“ sein könnte.
Bis heute völkerrechtlich nicht voll anerkannt
Bis zur mazedonischen Botschaft in Berlin ist die Nachricht über den vermeintlichen „Skandal“ bis Montag noch gar nicht vorgedrungen. Eine Botschaftsmitarbeitern sagt nur: „Ich wundere mich auch.“ Man werde der Sache nachgehen. Bei Google gibt man sich auf Anfrage gelassen. Ein Sprecher des Internet-Konzerns teilt mit, dass die Beschriftungen „dynamisch“ seien, da die Darstellungen von verschiedenen „Kartendatenanbietern“ stammten. Die Welt real abzubilden gehe nicht. Der Fehler sei „technisch bedingt“.
Man darf aber davon ausgehen, dass der große Nachbar Makedoniens, Griechenland, zur Zeit andere Probleme hat und wohl nicht für den Streich auf der Google-Karte verantwortlich sein dürfte - die Griechen haben Mazedonien bis heute völkerrechtlich nicht voll anerkannt.
nicht nachvollziehbar
eduard felson (eddie_f)
- 24.07.2012, 11:05 Uhr