Beunruhigende Meldungen kamen in der letzten Zeit aus der Antarktis: Zwei Eisschollen von der Größe Mallorcas brachen an den Schelfeisrändern ab. Anscheinend ein deutlicher Hinweise für eine Klimaerwärmung.
Andererseits stellten Wissenschaftler fest, dass die Temperatur auf dem Eiskontinent in den letzten 35 Jahren insgesamt gesunken ist. Wie passt das zusammen? Nun schalteten sich amerikanische Klimaforscher und Glaziologen ein. Sie befürchten, dass auch die Stabilität des größten Eisschelfs der Antarktis, des Ross-Eisschelfs, fraglich sei.
Das Ross-Eisschelf umfasst eine Fläche von 536.000 Quadratkilometern und ist damit fast so groß wie Frankreich. Sogar ein partielles Auseinanderbrechen dieses Schelfs hätte weltweite Auswirkungen und würde Meeresströmungen und das Klima erheblich beeinflussen.
Interview und Bild für Bild
In unserem Dossier fassen wir noch einmal die Ereignisse der letzten Monate zusammen. Der Glaziologe Hans Oerter versucht die Ungereimtheiten der Geschehnisse zu enträtseln. In einer Fotoserie zeigen wir Bilder von der faszinierenden Welt der Antarktis. Dazu gibt es einen Bericht aus einer Forschungsstation auf dem Eiskontinent.