Der Pfarrer und Lieddichter Paul Gerhardt hat das 17. Jahrhundert maßgeblich als das große Jahrhundert des evangelischen Kirchenliedes geprägt. Während seiner Berliner Zeit entwickelte sich zwischen Paul Gerhardt und Johann Crüger, der an der dortigen Nikolaikirche als Kantor wirkte, eine langjährige freundschaftliche und fruchtbare Zusammenarbeit. Gerhardts Liedtexte sind durchzogen von verinnerlichter Frömmigkeit und erfüllt von aufopferungsvoller Bereitschaft. Seine volkstümlich anmutenden Lieder erreichten in der pietistischen Bewegung ihr größte Verbreitung und sind heute aus dem Fundus des Kirchengesanges nicht mehr wegzudenken.
Melodie: Johann Crüger, 1653
Text: Paul Gerhardt, 1653
2.
Dein Zion streut dir Palmen
Und grüne Zweige hin,
Und ich will dir in Psalmen
Ermuntern meinen Sinn.
Mein Herze soll dir grünen
In stetem Lob und Preis
Und deinem Namen dienen,
So gut es kann und weiß.
3.
Was hast du unterlassen
Zu meinem Trost und Freud?
Als Leib und Seele saßen
In ihrem größten Leid,
Als mir das Reich genommen,
Da Fried und Freude lacht,
Da bist du, mein Heil, kommen
Und hast mich froh gemacht.
4.
Ich lag in schweren Banden,
Du kommst und machst mich los;
Ich stund in Spott und Schanden,
Du kommst und machst mich groß
Und hebst mich hoch zu Ehren
Und schenkst mir großes Gut,
Das sich nicht läßt verzehren,
Wie irdisch Reichtum tut.
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„Weihnachtslieder“ ist ein gemeinschaftliches Benefizprojekt von FAZ.NET, Carus-Verlag und SWR2.
Leider fehlt...
Reinhard Lauterbach (rlauterbach)
- 10.12.2012, 09:33 Uhr
Sehr schöne Barockmusik von Gerhardt und Krüger
Heinrich Seneca (Hadrian55)
- 09.12.2012, 19:20 Uhr
Eine wunderbare Interpretation gibt es bei Amazon von Katrin Haag...
Bernd Buerschaper (B_Buerschaper)
- 09.12.2012, 14:52 Uhr
Was ist mit der ersten Strophe?
Andrea Reichard (wahrhaftigkeit)
- 09.12.2012, 10:25 Uhr
